Kaum hat er das Abitur in der Tasche, stehen wieder Sportstunden auf seinem Stundenplan: David Ruppert (18) aus Möhrendorf absolviert seit September ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Handballspielgemeinschaft (HSG) Erlangen/Niederlindach. Neben dem Training im Verein unterstützt er fünf umliegende Schulen im Sportunterricht, teilt das Landratsamt mit.

Der Freizeit-Handballer aus Möhrendorf hat sich bewusst für den Verein entschieden: "Ich wollte nach der Schule mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten. Die HSG hat sofort ja gesagt", freut sich David Ruppert über die Zusage des Vereins, bei dem er einst selbst bei den Minis Handball spielte. Jetzt unterstützt er bei der HSG nicht nur die Kleinen, sondern will auch anderen Altersgruppen den Spaß am Sport vermitteln. Die C-Trainer-Ausbildung für Kinder und Jugendliche hat er bereits erfolgreich abgeschlossen. Zudem hat David Ruppert nun zwölf Monate Zeit, neue Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu orientieren. Ein sozialer Beruf soll es sein, so viel steht für ihn fest. Er könne sich gut vorstellen, Lehramt zu studieren.

Statt Handballtraining stand für ihn am Montag ein besonderer Termin im Landratsamt Erlangen-Höchstadt an: Gemeinsam mit der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach hatte Landrat Alexander Tritthart (CSU) dorthin eingeladen, um der HSG im Beisein von Manfred Rühl, vertretungsberechtigter Vorstand der HSG Erlangen/Niederlindach, einen Spendenscheck zu übergeben. Die Sparkasse fördert den FSJler mit einer Summe von 5640 Euro. Zum ersten Mal kann der Verein einen Absolventen im Handballsport einsetzen.

Neue Impulse für das Training

Manfred Rühl, seit 1984 beim Verein und Mitbegründer dessen Handballabteilung, freut sich über die "neuen Impulse" für das Training, welches derzeit von rund 20 meist Ehrenamtlichen gedeckt wird. "Ein Jahr ist für einen jungen Menschen eine lange Zeit. Es ist toll, dass David Ruppert diese in die Gemeinschaft und Gesellschaft investiert", betonte Thomas Pickel, stellvertretendes Mitglied des Vorstandes der Stadt- und Kreissparkasse.

Auch Landrat Alexander Tritthart als Verwaltungsratsvorsitzender der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach unterstrich, wie wichtig ihm die Unterstützung der Sportvereine ist: "Kinder und Jugendliche lernen hier wichtige Werte im sozialen Umgang miteinander, beispielsweise Teamgeist. Das hilft ihnen nicht nur in der Halle, sondern auch im Alltag." Damit sei ein Freiwilliges Soziales Jahr eine gute Basis, um den Berufswunsch zu festigen. red