Quasi auf heimischen Boden, in der Karl-Wagner-Halle in Strullendorf, wurde Andreas Schwarz erneut zum Direktkandidaten der SPD für den Bundestagswahlkreis 236 Bamberg-Forchheim nominiert.

Der 55-jährige amtierende Bundestagsabgeordnete, der davor 18 Jahre lang als Bürgermeister Strullendorf tätig war, sprach in seiner Bewerbungsrede davon, dass er Politik mache, unter anderem weil er "die vielen menschlichen Begegnungen schätzt und die Kraft, die man aus diesen Treffen erhält". Die Erdung bekomme er insbesondere bei seiner Arbeit im Wahlkreis. Hier seien es die wirklichen Probleme der Menschen, so Schwarz, die man hört, und auch hier werden die unangenehmen Fragen der Zeit gestellt.

Als Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages und als haushaltspolitischer Sprecher ist er gefordert, kann aber dort auch für die Region Projekte fördern und mit dafür sorgen, die dafür notwendigen Haushaltsmittel bereitstellen zu lassen. So unter anderem für die Rathaussanierung in Forchheim, für den Bamberger Michaelsberg, für zahlreiche Sportstätten und Schwimmbäder in der Region. Darüber hinaus konnten zwei Millionen Euro an Fördergeldern für die Regionalwerke Bamberg zum Aufbau eines Nahwärmenetzes in Zusammenhang mit einer Klärschlammtrockenanlage akquiriert werden.

Neben der Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf Staat und Gesellschaft wird die Frage nach sicheren Arbeitsplätzen, nicht nur in der Region Bamberg, weiter oben auf seiner politischen Agenda stehen. Darüber hinaus seien die Herausforderungen der Zeit vom Klimawandel, über Mobilitätswende, Transformation, Bildungsoffensive oder Digitalisierung noch keineswegs gemeistert. Schwarz rief die anwesenden Genossen zur Geschlossenheit auf und rief dazu auf, die Menschen "mitzunehmen bei der gemeinsamen Gestaltung einer guten Zukunft".

Von den 48 anwesenden Delegierten stimmten 42 für Andreas Schwarz. Eine Stimme war ungültig. Darüber hinaus gab es eine Enthaltung und vier Nein-Stimmen. Vitus Mayr und Marie-Madeleine Eklund wurden als Delegierte zur Landesvertreterversammlung im kommenden Januar gewählt.