Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich durch die Kommunalwahl 2020 von 13 auf acht Kreistagsmitglieder verkleinert. Wie es in einem Pressebericht der Partei heißt, hat sich die neue Fraktion nun konstituiert. German Hacker aus Herzogenaurach wurde zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt, Mechthild Weishaar-Glab aus Höchstadt zu seiner Stellvertreterin. Die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich stärkt die Fraktion weiterhin. Weitere Mitglieder sind Annika Mück, sie ist neu im Kreistag, und Konrad Gubo, beide aus Eckental, Andreas Hänjes und Günter Schulz aus Höchstadt sowie Renate Schroff aus Herzogenaurach. Die Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann wird ihr Mandat aus persönlichen Gründen nicht antreten, dafür rückt Günter Schulz nach, der sich als langjähriger Kreisrat ebenso wie die anderen erfahrenen Kräfte voll einbringen wolle, so German Hacker.

Breites Bündnis ohne SPD

Der SPD-Faktion komme durch die extrem große Mehrheit, die sich durch das breite Bündnis von CSU, Grünen, FDP und FW zusammengefunden hat, als mit Abstand größte Fraktion in der Opposition in gewisser Weise die Rolle der Oppositionsführung zu. Erfreulich sei dabei, dass man mit Christine Scheffer zusammenarbeiten könne. Christine Scheffer ist Mitglied von Die Linke und die einzig gewählte Vertreterin des Bündnisses LÖP im Kreistag.

Eigene Ziele verfolgen

Die SPD-Fraktion werde die Arbeit der "geradezu übermächtigen Regierungsmehrheit" demokratisch kontrollieren und ihre eigenen Ziele einfordern. Zu diesen gehört unter anderem eine klare personelle Stärkung der Koordinierungsaufgaben rund um den dringend nötigen Ausbau der Pflege im ganzen Landkreis sowie die Schaffung einer Stelle für Wohnraumkoordination auf Landkreisebene. Stetige ÖPNV-Verbesserung, Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und eine größere Anstrengung bei Klimaschutzmaßnahmen haben die Sozialdemokraten ebenfalls auf der Liste. Auch wenn es vor einem halben Jahr noch nicht zu ahnen war, so werde der SPD angesichts der Coronakrise die wichtige Rolle zukommen, sehr genau auf einen sozial gerechten Umgang mit den zweifellos erheblichen wirtschaftlichen Folgen für den Landkreis und seine Bürger in den kommenden Jahren zu achten. red