Eine große Palette von Themen wurde in der jüngsten Mitgliedersammlung des SPD-Ortsvereins Sand behandelt und diskutiert: von der Kanalsanierung in der Nikolausgasse in Sand, einem öffentlichen Hallenschwimmbad im Maintal und dem Flugplatz in Haßfurt bis zur Rücktrittsforderung für Bundesverkehrsmister Andreas Scheuer (CSU), der nach Auffassung der Teilnehmer gefeuert werden sollte.

Auch beim SPD-Ortsverein hinterlässt die Corona-Pandemie ihre Spuren, wie aus einer Mitteilung der Partei hervorgeht. Die geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden wie etwa der Kinderflohmarkt, der für den letzten Sonntag im November geplant war.

Neben den fehlenden Einnahmen, die die Kassenlage negativ belasten, gehe auch die Gemeinschaft ein Stück weit verloren, hieß es. Die negativen Erscheinungen der Corona-Maßnahmen träfen natürlich alle Vereine. So müsse man aufpassen, dass diese Belastungen das Gemeinschaftsleben nicht nachhaltig schädigen, sagte Vorsitzender Paul Hümmer.

Zum Thema Flugplatz in Haßfurt meinte Hümmer: Die Absage der Industrie und der Austritt der Stadt Schweinfurt aus der Flugplatzgesellschaft seien eine schallende Ohrfeige für diejenigen, die mit der strukturellen Bedeutung des Verkehrsflugplatzes die öffentliche Subventionierung mit dem Geld der Kreisbürger rechtfertigen.

Eine große Enttäuschung ist den Angaben zufolge das Ausbooten der SPD-Fraktion durch die CSU und die Freien Wähler bei der Besetzung der Gemeindevertreter im Wasserzweckverband. Nach den parlamentarischen Gepflogenheiten wurde laut SPD das Stärkeverhältnis der Gruppen im Gemeinderat bislang immer bei der Besetzung berücksichtigt. Diesmal habe die CSU/FW-Mehrheit der SPD durch Mehrheitsbeschluss den SPD-Vorschlag Bastian Hümmer niedergestimmt. "Ich finde es schade, da die fachliche Kompetenz unseres Vorschlages von niemandem bestritten wird und die neuen stellvertretenden Bürgermeister nicht gemäß ihrem Versprechen ,Kooperation statt Konfrontation' gehandelt haben", rügte der Vorsitzende. red