Ihren Ursprung hat der Eintracht Klappstuhl im Jahr 2009. Eine Gruppe junger Männer aus Neuhaus traf sich zuerst immer lose, um einfach zusammen zu feiern, Spaß zu haben und gesellige Stunden zu verbringen. Außerdem traten sie bei verschiedenen Gaudi-Fußballturnieren an.
Florian Birkner, einer der "Motoren", brachte dann die Idee ein, den losen Bund etwas zu festigen und einen Stammtisch zu gründen, dessen Ziel es war, regelmäßige Treffen abzuhalten und immer wieder an Spaß-Turnieren teilzunehmen. Bei kühlen Getränken im Gasthaus Schmidt in Neuhaus wurde damals der Grundstein gelegt.
Nun brauchte das neugeborene Kind natürlich noch einen Namen, denn man wollte bei den anstehenden Fußballturnieren nicht einfach namenlos oder jedes Mal mit einer anderen Mannschaftsbezeichnung antreten. Da es bei der Gruppe Brauch war, die Auswechselspieler nicht auf der standardmäßigen Langbank zu platzieren, sondern jeder im Team seinen eigenen Klappstuhl hatte, war allen schnell klar, diese Eigenheit zum Aushängeschild zu machen. So war Eintracht Klappstuhl geboren.
Zum damaligen Zeitpunkt bestand der Stammtisch aus Florian und Alexander Birkner, Markus Häuser, Daniel Niebler, Christian Dürrbeck, Michael Knüfer, Markus Klemm und Marco Wirth. Doch der 17. Juni 2010 veränderte auf einen Schlag alles. Am Morgen dieses Tages verbreitete sich die schreckliche Nachricht, dass der allseits beliebte Flo bei einem Arbeitsunfall tödlich verunglückt war, wie ein Lauffeuer durch ganz Adelsdorf. Seine kurz zuvor geborene Tochter Romy verlor ihren Papa, Freundin Ramona ihren Partner, Alexander seinen geliebten Bruder, Gaby und Norbert Birkner ihren lieben und geschätzten Sohn - und die Mitglieder der Eintracht Klappstuhl ihren besten Freund.
Die schweren Stunden nach seinem Tod ließen alle noch enger zusammenrücken. Der Verlust des Freundes, aber auch die veränderte Situation war für seine Kameraden schwer zu ertragen und noch schwerer zu verarbeiten. Florian war so ein fröhlicher Mensch, der die Gabe hatte, andere Leute zum Lachen zu bringen und sie zumindest für kurze Zeit ihre Sorgen vergessen zu lassen. Diese Fähigkeit verband er mit seinem sozialen Engagement, denn ihm lagen gerade die Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, besonders am Herzen. Zusammen mit Stammtischkollegen und Freunden organisierte man verschiedene lustige Auftritte, zum Beispiel in der Kinderkrebsstation beim Sommerfest der Uniklinik Erlangen.


Erfolgreiches Turnier

Diese wundervollen Eigenschaften von Florian galt es nun zu bewahren und weiterzutragen. So reifte langsam im Stammtisch die Idee eines Benefiz-Fußballturniers, mit dessen Erlös Kindern aus der Region geholfen werden soll. Nach intensiver Organisation und Planung rollte dann am 18. Juni 2011 - fast genau ein Jahr nach Florians Tod - zum ersten Mal der Ball für den guten Zweck.
Schon im ersten Jahr war der Florian-Birkner-Cup so erfolgreich, dass die jungen Leute den Entschluss fassten, dieses Turnier zu einer festen Veranstaltung ihres Stammtisches zu machen. Die Idee, den losen Stammtisch in einen eingetragenen Verein umzuwandeln, war eigentlich die logische Folge dieser Benefizaktion. Die Gründungsversammlung fand am 17. Mai 2013 an ihrer üblichen Anlaufstelle - im Haus der Familie Birkner in Neuhaus - statt.
Das Turnier, der Florian-Birkner-Cup, ist aber inzwischen für alle gedacht, die einen lieben Menschen verloren haben und/oder solche, die etwas für einen guten Zweck machen wollen. Der Erlös des ersten Turniers (2000 Euro) war für Florians Tochter Romy gedacht. Die weiteren bisher mehr als 17 000 Euro gingen an den Kindergarten Neuhaus, die Elterninitiative krebskranker Kinder, den Kindernotfonds Diakonie Erlangen und den Kindernotfonds Kinderschutzbund Erlangen, Familie Blumenthal, die SVE Lebenshilfe ERH und zuletzt an den Kinder- und Jugend-Hospiz-Dienst des Hospiz-Vereins Erlangen und an die Wasserwacht Nandlstadt.


Gemeinnützigkeit und Gedenken

Das Engagement des Vereins wurde nun auch von der Gemeinde Adelsdorf in besonderem Maße gewürdigt. Am 17. März dieses Jahres erhielten die jungen Männer die Ehrenurkunde der Gemeinde Adelsdorf aus den Händen von Bürgermeister Karsten Fischkal (FW).
Die Mission des Vereins ist das soziale Engagement, indem sich die Mitglieder speziell für Kinder und Jugendliche aus der Region Erlangen-Höchstadt engagieren. Die Werte des Florian-Birkner-Cups sind Gemeinnützigkeit, Gedenken, aber auch der Gesellschaft positiv zu begegnen. Diese zu wahren und zu erhalten ist Aufgabe des Vereins. Ziel ist die Förderung des Freizeitsports. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Versammlungen, Vorträge, Kurse und Veranstaltungen zur Förderung der Kultur abzuhalten. Eintracht Klappstuhl will eine starke Gemeinschaft in geselliger und konstruktiver Atmosphäre sein.