Nordhalbens größter Verein, der ATSV Nordhalben, wählte mit Bernd Sorgenfrei einen neuen Vorsitzenden. Nach zehn Jahren hatte Christian Popp die Führung niedergelegt. Bei der Jahreshauptversammlung wurden insgesamt 46 Mitglieder für 50- bzw. 25-jährige Treue zum Verein geehrt.

In der gut besuchten Versammlung im Hotel zur Post war nur der Erste Vorsitzende zur Neuwahl aufgerufen, nachdem der bisherige Vereinschef aus beruflichen Gründen und Verlegung des Wohnorts nicht mehr über die volle Zeit amtiert hatte. Mit seinem letzten Vorstandsbericht konnte er einen sportlich wie finanziell "gesunden" Verein übergeben. Nordhalbens nach wie vor größte Organisation mit rund 700 Mitgliedern verzeichnete 2018 nur einen geringfügigen Rückgang, wobei auch nach wie vor ein beachtlicher Anteil an langjährigen auswärtigen Mitgliedern vorhanden ist. Mit einem großen Applaus dankten die Anwesenden ihrem scheidenden "Kapitän".

Wie schwer es selbst bei einem gut aufgestellten Verein ist, eine geeignete Führungsperson zu finden, zeigte sich in den letzten Monaten. Auch der Nachfolger Bernd Sorgenfrei, ebenfalls auswärtig tätig, brauchte längere Bedenkzeit. Der Kauf eines Familienheims im Ort erleichterte dann die Entscheidung. Als einziger Kandidat wurde er per Akklamation einstimmig gewählt.

Seit 2011 ist er bereits Mitglied in den ATSV-Vereinsgremien. Als einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit sieht er die Ausbildung neuer Trainer: "Der Verein lebt von engagierten Übungsleitern, dann kommen die Mitmacher von alleine!" Ansonsten sieht er den ATSV auf einem guten Weg, den er gemeinsam mit seinen Mitstreitern in der Vorstandschaft fortführen will. Unterstützung seitens der Marktgemeinde sagte auch Bürgermeister Michael Pöhnlein zu. Dass die Kasse gut gefüllt ist und auch stimmt, bestätigte Heiko Scherbel. Kassenwart Thomas Daum hatte von einem deutlichen Plus in der Abrechnung für 2018 berichtet, das für die Anschaffung des neuen Trampolins sowie eines Vereinsgewehrs für die Schützenabteilung verwendet wurde.

Erfolgreiche Trampolinmädchen

Positive Nachrichten konnten die Wettkampfabteilungen vermelden. Erfolge mit oberfränkischen Meistertiteln erturnten sich die Trampolinmädchen von Margarete Wunder-Blinzler, wozu auch das neu angeschaffte Großgerät maßgeblich beitrug. Stolz konnte auch Schützenwart Harald Wunder sein, die erstmals wieder angetretene zweite Mannschaft war top und auch die "Erste" platzierte sich gut.

Die lange Basketball-Tradition hat ein zartes Hoffnungspflänzchen, nach dem der Verein nunmehr das Brose-Schulprojekt mit betreut. Während verschiedene andere Abteilungen stagnieren, boomt es im Fitnessbereich. Mit "Body Exercises" wurde der Turnsportnachwuchsbereich wiederbelebt, berichtete Ralph Stumpf.

Durch eine Verletzung ihrer Übungsleiterin Martina Ludwig ist der Frauenbereich noch eingeschränkt, findet aber bald wieder zweimal wöchentlich statt. "Wir haben die 50 Sportabzeichen wieder voll gemacht!" verkündete stolz Tanja Stumpf. Die neue Seniorenturnstunde von Margarete Wunder-Blinzler findet guten Anklang. Auf 20 Einsätze, trotz großer beruflicher Einschränkungen, kam der Spielmannszug im Berichtsjahr. Dem beliebten Musikkörper unter Leitung von Helmut Beetz fehlt allerdings der Nachwuchs, um weiterhin so präsent im Vereins- und Gemeinschaftsleben mitwirken zu können.

Auf einem guten Winter hofft die Skiabteilung mit Jonas Ruf. Wenn möglich, ist 2020 erneut eine Ortsmeisterschaft eingeplant.

Von den 46 zu Ehrenden für 25- bzw. 50 Jahre Mitgliedschaft nur acht der Einladung gefolgt. Persönlich danken konnten Ehrenvorsitzender Rudolf Ruf und Vorsitzender Christian Popp den Jubilaren Anette Daum, Peter Schnapka, Karin Wendel und Karin Zipfel (je 50 Jahre) sowie Adele Müller, Gerhard Neubauer, Susanne Heinlein und Marie-Theres Wunder (je 25 Jahre).

Ein Gruß und Glückwunsch galt weiterhin Heidi Beierkuhnlein, Silvia Daum, Ramona Hertel, Birgit Rattinger, Erika Roth, Anita Straßer, Armin Vogel, Manfred Wachter, Angelika Wich und Horst Wunder (je 50 Jahre) sowie Christian Bloß, Alexander Daum, Anika Daum, Thomas Daum, Astrid Färber, Sascha Färber, Barbara Hable, Gisela Hable, Roswitha Hader, Tina Hornfeck, Karin Köstner, Yvonne Köstner, Dominik Kübrich, Eva Lippert, Christopher Mohler, Heidi Müller, Diana Pötzl, Ilse Schirmer, Stefanie Schurz, Sabine Simon, Bianca Wagner, Christian Walle, Maria Weber, Franziska Weiß, Helma Wich, Hella Wunder, Jessica Wunder und Margarete Wunder (je 25 Jahre). nn