Die Gemeinde saniert die Schule. Das ist ein aufwendiger Prozess, der bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt wird. In einer ersten Phase wird das Gebäude energetisch saniert und dank eines neuen Aufzuges barrierefrei. Dafür hat die Gemeinde im Juli an die Planer aus Nürnberg die Leistungsphasen zwei bis vier vergeben. Bei der Vergabe der weiteren Leistungsphasen in der jüngsten Ratssitzung kam es zu einem Schlagabtausch zwischen Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) einerseits und den Ratsmitgliedern Thomas Koch (FW) und Lutz Bräutigam (Grüne).
Koch wies darauf hin, dass der Beschlussvorschlag nicht hinreichend bestimmt sei. Der Begriff Umbauzuschlag umfasse eine Spanne von 20 bis 80 Prozent des üblichen Honorarsatzes. Bräutigam hatte Bedenken. Man sei in einen Prozess eingestiegen, ohne Alternativen zu prüfen und habe als Ziel ein Gemeindezentrum an dieser Stelle.
"Kleiner anpacken" war der Wunsch von Gerhard Wagner (SPD). Denn mit Feuerwehr und Kanalsanierungen habe die Gemeinde viel Geld ausgegeben. Und nun auch für die ersten Schritte bei der Schule. Dritter Bürgermeister Reimer Hamm räumte ein, es handle sich um "drei Brocken", aber im Finanzausschuss seien Vorschläge zur Finanzierung diskutiert worden, es gebe 2017 einen ausgeglichenen Haushalt und die Finanzplanung für die nächsten drei Jahre stünde. "Verlässt uns nun der Mut?", fragte Hamm. Seiner Meinung nach sind die Bedingungen klar definiert, auf der Basis von "guten Schätzkosten".
In einem ersten Entwurf, so Nagel, waren sogar drei Aufzüge vorgesehen. Durch den Neubau einer Aula benötigt man nur mehr einen, um alle Ebenen des Gebäudes zu bedienen. Die Größenordnung der Baukosten liegt bei drei Millionen Euro. Davon werden 60 Prozent durch FAG-Mittel abgedeckt. Wenn das Bauvorhaben der energetischen Sanierung bis Ende 2018 abgeschlossen ist, fließen nochmals 40 000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm in die Heizung.
"Wir haben noch nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt", stimmte Marcus Wölfel (CSU) Bräutigams Erfahrungen zu. Gerade deshalb will er die Schulhaussanierung "richtig angepackt" sehen. Wölfels und Bräutigams Erfahrungen treffen aktuell zumindest bei der Kläranlage Zeckern zu. Zwar läuft nach Nachbesserungen die solare Schlammtrocknung, aber sie verursacht horrende Kosten.
"Das Thema Klärschlamm in Zeckern verfolgt mich fast im Schlaf", bekannte Hamm. Damit sie gut funktioniere, müsse man allerhand nachrüsten. Er tendiere dazu, nur zu pressen und dann den Schlamm wegfahren zu lassen. Um das Vorgehen zu entscheiden, vertagte man den Punkt. Das Ingenieurbüro wird eingeladen, um die Möglichkeiten und vor allem die Kosten näher zu erläutern.