In einem so kleinen Dorf wie Waldau darf die Soldatenkameradschaft auf ihre immerhin 49 Mitglieder richtig stolz sein. Und sie prägt auch das Dorfleben mit, ist bei allen Festen aktiv dabei. Der Bericht des rührigen Vorsitzenden Ino Machacek wurde daher bei der Jahresversammlung im Dorfwirtshaus Fuchs mit viel Applaus belohnt.

Der Mann an der Spitze listete eine Reihe von Vorhaben auf, angefangen von den Preisschießen im Bürgerhaus, einem Heimatabend mit Dia-Schau bis zur Einweihung eines selbst gebauten Grillwagens, der der Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht. "Auch unsere wöchentlichen Gesellschaftsabende sind gut besucht, sie dienen dem Zusammenhalt". Grund genug, Danke zu sagen, hatte Machacek ebenso, das galt den treuen Putzkräften im Bürgerhaus und denen, die sich um die Pflege des Denkmals für die Gefallenen kümmern.

Einen kleinen Wermutstropfen schenkte er dennoch ein: "Wir hätten dort gerne wieder einen Stromanschluss, um dieses Schmuckstück in der Ortsmitte ins rechte Licht zu rücken. Die von der Gemeinde bereitgestellten Solarleuchten reichen nicht aus." Der darauf angesprochene Bürgermeister Harald Hübner versprach die baldige Erledigung des Wunsches und lobte den Verein für seine gesellschaftlichen Dienste. Die Soldatenkameradschaft sei auch ein Bindeglied zwischen Bevölkerung und der Bundeswehr.

Langjährige Mitglieder wurden ebenso geehrt: Max Popp gehört dem Verein seit zehn Jahren an, Helmut Schoberth seit 40 Jahren, Gerhard Röder seit 50 Jahren und Leonhard Ganzleben sogar unglaubliche75 Jahre. Was fast deutschlandweit rekordverdächtig ist. Ein Anliegen wollte der Vorsitzende noch an den Mann bringen. Er sucht dringend einen Fahnenträger als Nachfolger von Helmut Schoberth, "ich wüde mich über einen Interessenten sehr freuen". Horst Wunner