In der Bamberger Innenstadt stehen seit kurzem zwei Parkflächen für Lastenfahrräder und Fahrräder mit (Kinder-)Anhänger zur Verfügung - und zwar direkt neben dem Carbike-Port am Kranen. Postwendend kommt Kritik aus den Reihen der CSU. Florian Köhn, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiaitve "Bamberg.Gemeinsam.Mobil", richtet sich via soziale Medien an Stadtrat Christian Hader und Oberbürgermeister Jonas Glüsenkamp (beide Grünes Bamberg).

Ihm sei aufgefallen, wie wenig die Stellplätze genutzt würden, spricht daher von einer "augenscheinlichen Fehlplanung" und stellt die Frage, ob mit einer Nutzungsevaluierung zu rechnen sei. Hader greift Köhns Vorschlag auf FT-Nachfrage auf: "Ich finde den Gedanken einer Nutzungsevaluierung bzw. Bedarfsanalyse für Radstellplätze sehr gut. Allerdings macht dies sicher erst nach Corona Sinn." Denn wenn es um die derzeitige Nutzung gehe, müssten mit dem gleichen Argument auch die Kfz-Tiefgaragen auf Grund von Nichtnutzung verfüllt werden.

Die Einrichtung der Stellplätze war mit der Beliebtheit von Lastenfahrrädern begründet worden. So hatte Bürgermeister Glüsenkamp dazu erklärt: "Lastenfahrräder sind eine klimafreundliche Alternative. Immer mehr Bamberger nutzen sie oder wollen umsteigen. Das haben wir 2020 an der Rekordflut von Förderanträgen gesehen, die beim Umweltamt eingingen. Da Parkflächen in der Innenstadt aber knapp sind, müssen wir Stellflächen einrichten, wenn wir als Stadt die Nutzung dieses ökologischen Transportmittels erleichtern wollen."

Für Hader ist das nur logisch: "Hier wurden in der Stadt mit dem größten Radverkehrsanteil in ganz Bayern Stellplätze für ein klima- und umweltfreundliches Verkehrsmittel geschaffen, dessen Nutzung stetig zunimmt - nicht mehr und nicht weniger." red