JOsef Hofbauer

Ausschließlich gute Nachrichten hatte Kreis-Kämmerin Carmen Stumpf den Mitgliedern des Kreisausschusses zu verkünden. Dennoch vermochten die neuen Zahlen des Haushaltsentwurfes die Mehrheit des Gremiums nicht zu überzeugen.
Trotz einer Schlüsselzuweisung, die mit 17,5 Millionen um 728  000 über dem Ansatz liegt, einer Halbierung der geplanten Netto-Neuverschuldung auf eine Million und einem Hebesatz von 46 Prozent, der die Kassen der Kommunen schont, zeigte sich CSU-Fraktionschef Edwin Dippacher unzufrieden. "Wir brauchen nicht noch mehr Schulden", verdeutlichte er die Position der CSU.
Kreisrat Bruno Braun (FW) dagegen verwies darauf, dass beim Landkreis das Vermögen die Schulden bei weitem übersteige. Man könne folglich nicht von einer Überschuldung sprechen. Zudem seit das Rechnungsergebnis in den letzten fünf Jahren stets um Beträge zwischen 2,6 und 3,9 Millionen besser ausgefallen als geplant. "Uns geht's gut" befand Braun, der unterstrich: "Die Richtung stimmt. Die Zahlen der letzten fünf Jahr lügen nicht."
Angesicht eines prognostizierten Wirtschaftswachstums von drei Prozent sah Wolfgang Fees (SPD) Gestaltungs-Potenzial. Die Fraktion werde darüber beraten und die richtigen Lehren daraus ziehen. Da sich die finanzielle Lage besser gestalte, als erhofft, solle mehr Geld für die Klinik Fränkische Schweiz ausgegeben werden, fand Karl Waldmann (Die Grünen). Wenn überhaupt, so Gerhard Schmitt (CSU) müsse die Finanzausstattung der Klinik-Fusion aufgestockt werden.
Landrat Hermann Ulm (CSU) sprach von einer Luxus-Diskussion, die in den Fraktionen bis zur Verabschiedung des Etats geführt werde.