Die Gemeinde Sand überträgt die Standesamtsaufgaben an die Stadt Eltmann. Darauf verständigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend.
Dazu hatte die Verwaltung in Sand mit der Stadt Eltmann den Entwurf einer Vereinbarung erarbeitet, die in der Sitzung am Dienstag erneut dem Gemeinderat vorgelegt wurde. Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) wies zunächst darauf hin, dass im Standesamt Geburten, Eheschließungen und Todesfälle beurkundet werden. Durch rechtliche Bestimmungen wie Zahl und Qualifizierung des Personals, Kosten für Hard- und Software sei der finanzielle Aufwand in Relation zu den rund 50 Fällen im Jahr für die Gemeinde Sand enorm hoch.
Aufgrund des bevorstehenden Ausscheidens einer Mitarbeiterin im Standesamt habe die Gemeinde überprüft, ob es aus finanzieller Sicht sinnvoll ist, die Aufgaben eines Standesamtes weiterhin selbstständig wahrzunehmen. Der Gemeinderat habe sich dazu entschlossen, das Standesamt an die Stadt Eltmann zu übertragen.
Änderungen, und die auch nur im kleinen Umfang, ergeben sich bei einer Verlagerung des Standesamtes lediglich bei den Eheschließungen. Die Anmeldung der Eheschließung (Aufgebot) muss künftig in der Stadt Eltmann erfolgen. Die Trauung kann im Sander Rathaussaal vorgenommen werden. Geburten werden ohnehin im Standesamt der Kommune beurkundet, in der das Kind geboren wurde. Bei Sterbefällen übernimmt die Meldung im Standesamt in nahezu allen Fällen das beauftragte Bestattungsinstitut.
Der Gemeinderat billigte den Entwurf der Vereinbarung. Die Standesamtsaufsicht am Landratsamt Haßberge in Haßfurt und die Stadt Eltmann müssen jetzt noch zustimmen. ab