Die Aufstellung eines Bebauungsplans für Freiflächen-Photovoltaikanlagen entlang der Maintalautobahn wird von der Sander SPD unterstützt. Das gab der Ortsverein in einer Pressemitteilung am gestrigen Freitag bekannt.

Im Mai hatte der Gemeinderat Sand mit großer Mehrheit beschlossen, im Gemeindebereich einen Bebauungsplan für Photovoltaikanlagen auf den Weg zu bringen. Um die Energiewende zu schaffen, ist neben der Einsparung von Energie die Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen erforderlich, meinen die Sozialdemokraten. Die SPD findet es nach eigenen Angaben gut, dass die Gemeindeverwaltung diese Vorhaben nun mit einem Bebauungsplan in geordnete Bahnen bringen möchte, statt jeden Antrag im Einzelverfahren zu entscheiden, wie es in anderen Städten und Gemeinden geschieht.

Innerhalb der Gemeinde Sand sind Photovoltaikanlagen bislang nur auf Dächern installiert. Inzwischen gibt es von Sander Bürgern Anfragen zur Errichtung von Freiflächenanlagen. Damit diese Bauwerke sinnvoll in die Landschaft eingebunden werden, hat der Gemeinderat einen Bebauungsplan beschlossen. Die ersten Flächen werden entlang der Autobahn festgelegt. Dort gibt es bereits vorbelastete Flächen, wie die 380-Kilovolt-Stromleitung. Die Photovoltaik ist laut SPD eine der zukunftsträchtigsten Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien.

Verärgerung über Minister

Kritik übte der Ortsverein an der bayerischen Energiepolitik. Den Vogel schieße im Moment der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ab, wurde gerügt. Aiwanger bitte in einem aktuellen Rundschreiben an die Bürgermeister um Unterstützung beim Ausbau der Windenergie. Die Staatsregierung mache eine 10H-Abstandsregelung zur Verhinderung von Windkraft, und nun sollten die Bürgermeister vor Ort für die in Bayern ins Stocken geratene Energiewende die Kastanien aus dem Feuer holen, ärgerte sich der Bürgermeister der Gemeinde im Maintal, Bernhard Ruß, ebenfalls SPD. red