Ein verbesserter Service für die berufstätigen Rödentaler war das Ziel, das die CSU im Stadtrat mit dem Antrag verfolgte, den Wertstoffhof der Stadt auch an Samstagen zu öffnen. Der Antrag wurde abgelehnt.

"Alle anderen Wertstoffhöfe der Kommunen im Landkreis sind am Samstag geöffnet", argumentierte Dr. Elmar Palauneck (CSU). Für Berufstätige sei es nicht leicht, Wertstoffe zu den jetzt geltenden Öffnungszeiten anzuliefern. Der Wertstoffhof auf dem Gelände des früheren Obi-Baumarktes ist Montag, Mittwoch und Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Das sind zwölf Stunden - mehr als bei den meisten anderen Kommunen, wie die Stadtverwaltung argumentierte, die keine Notwendigkeit für eine Öffnung am Samstag sah. Auch deshalb nicht, weil die Mitarbeiter erklärten, dass täglich die erste Stunde die mit dem größten Andrang am Wertstoffhof ist. Von 17 bis 18 Uhr kämen die wenigsten Bürger.

Christian Kern, beim Landratsamt für die Abfallwirtschaftzuständig, betonte außerdem: "Jeder Landkreisbürger kann an jedem Wertstoffhof im Landkreis seine Sachen abgeben." Rödentaler, die nur am Samstag Zeit finden, hätten also auch anderswo die Möglichkeit zur Entsorgung.

Auch zur Frage, ob über einen Testzeitraum von einem Jahr jeden Samstag oder nur an bestimmten (etwa immer am ersten Samstag jedes Monats oder nur einmal im Quartal) geöffnet werden soll, gab es unterschiedliche Meinungen. Je nach Dauer der zusätzlichen Öffnung würden dann auch unterschiedliche Kosten anfallen. Die Mehrheit im Stadtrat stimmte gegen eine Öffnung am Samstag.

Kein Container für Froschgrund

Auch mit dem Antrag, eine eigene Grüngut-Sammelstelle im Froschgrund zu schaffen, scheiterte die CSU-Fraktion. Weil die Bewohner der Stadtteile Weißenbrunn vorm Wald, Fornbach, Schönstädt, Fischbach, Mittelberg und Waltersdorf eine weite Anfahrt zur Grüngutsammelstelle in Blumenrod haben, wäre es aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes ebenso wie mit Blick auf den Servicegedanken wünschenswert, etwa in Mittelberg einen Container aufzustellen und so viele Autokilometer einzusparen.

Auch hier waren die Kosten ein Thema. Doch es gab noch weitere Argumente. Derzeit gibt es neun Grüngutsammelplätze im Landkreis, erklärte Christian Kern. Auch hier erinnerte er daran, dass jeder dieser Plätze für jeden Landkreisbürger offen stehe.

Heinz Pommer (FW) erinnerte sich daran, dass es früher bereits einen Grüngutcontainer in Mittelberg gab. "Das war eine totale Katastrophe", urteilte er. Die Bürger mussten angeliefertes Grüngut oben in den Container werfen. Das geschah per Leiter oder mit Gabeln. Es habe in der Folge viel Grüngut um den Container herum gelegen. Die Geruchsbelästigung sei beachtlich gewesen. In Blumenrod könne dagegen bequem vom Anhänger oder aus dem Kofferraum ausgeladen werden.

Die CSU brachte den Gedanken, nach einer Möglichkeit für kürzere Wege zur Anlieferung von Grüngut in Rödental zu suchen, nun als Wunsch und Anregung für die Novellierung des Abfallkonzeptes des Landkreises ein. Christian Kern nahm die Anregung auf, erklärte aber auch, dass bei der Neufassung des Konzeptes alles geprüft werde, jedoch nicht immer jeder Wunsch umgesetzt werden kann.

Aus der Fraktion der Grünen kommt der Antrag, eine Baumschutzsatzung für Rödental zu erlassen. Fraktionsvorsitzender Ulrich Leicht betonte, dass bei der Erarbeitung dieser Satzung Vertreter aus Politik, Verwaltung, Naturschutz, und Eigentümern von Flächen mit Baumbestand einbezogen werden sollten.

Der Antrag der CSU, in Rödental eine Klimaschutzoffensive zu starten, war bereits in der vorangegangenen Sitzung positiv aufgegriffen worden. Um Bürger daran zu beteiligen, soll eine Plattform geschaffen werden, auf der online Anregungen und Vorschläge an die Stadt und den Stadtrat weitergegeben werden können. Eine entsprechende Plattform wurde für die Homepage der Stadt geschaffen. Sie soll noch geprüft und dann freigeschaltet werden.

Die Stadt prüft Möglichkeiten, öffentliche Bücherschränke im Stadtgebiet anbieten zu können.