Jedes Jahr eine neue Überraschung, eine besondere Attraktion - danach sucht jeder Veranstalter, gleich ob die Aktion kommerziell oder ehrenamtlich läuft. Das trifft auch auf Röttenbach zu, wo seit sieben Jahren die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler einen zweitägigen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellt. Jedes Ratsmitglied samt Ehegatten, Freunden und Verwandten lässt sich was Besonderes einfallen.
Da engagiert sich zum Beispiel der Schwiegervater von Bürgermeister Ludwig Wahl als Mandelröster, dort versorgt Sabine Wahl, seine Ehefrau, Hungrige mit Brötchen, Norbert Holzmann hat die Schürze umgebunden und steht am Bratwurstgrill. Der Glühweinausschank ist fest in den Händen von Patrick Prell und seinen Freunden. Doch das Rennen um die Gunst des Publikums macht Willy Lorz.


Der Ochs ist ein Kälbchen

Andreas Kroner steht ihm zur Seite, wenn er seine Kartoffeltornados herstellt. "Dazu brauche ich nur einen Spiralschneider, so einen, mit dem man aus Zucchini Nudeln schneiden kann", verrät Lorz und dreht sich von der Theke seiner Bude nach hinten. Ein unauffälliges Gerät ist das, daneben liegen Kartoffeln. Mit Geschick hält Lorz ein Holzstäbchen an das Maschinchen und in nullkommanix ringelt sich die Kartoffel in einer Spirale darauf. Der Spieß wandert in eine Fritteuse und kommt nach wenigen Minuten knusprig braun heraus. Ein paar Gewürze darauf und schon kann Lorz die Delikatesse einem Kunden über die Theke reichen.
Besonders stolz ist Wahl, dass auch dieses Jahr ein echter "Ochs" und ein echter Esel hinter der Krippe stehen, wenn auch das sonst so stattliche Zugtier ein Kälbchen ist.
Das Krippenzelt war der Anziehungspunkt für die Kinder, bis der Nikolaus in der Pferdekutsche auf den Rathausplatz rollte. Die Erwachsenen lockte vielleicht mehr das Platzkonzert der Röttenbacher Blasmusik am Samstag oder der Auftritt von Lisa-Marie und Josef Holzmann.