von unserer Mitarbeiterin  Renate Neubecker

Rattelsdorf — Lothar Riemer vom Landratsamt Bamberg übergab in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats das Schild "Gesund Leben Bayern in Rattelsdorf". Riemer erklärte, dass Rattelsdorf eine der drei Gemeinden dieses Modellprojekts im Landkreis sei. Die Initiative startete Anfang 2013. Die Arbeitskreise in Rattelsdorf seien Spätstarter gewesen, aber dann richtig durchgestartet.
Mit der Nachbarschaftshilfe "Füreinander an Itz und Main" gebe es jetzt eine soziale Vernetzung in der Gemeinde, so Riemer. Auf Landkreisebene würde das Projekt bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Bis zu diesem Zeitpunkt sei das Landratsamt weiterhin Ansprechpartner.
Vor kurzem hat Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) der Region Bamberg den Förderbescheid "Gesundheitsregion plus" überreicht. Ziel sei hier unter anderem eine vernünftige ärztliche Versorgung auf dem Land. Die Kassenärztliche Vereinigung habe hier eine andere Sichtweise. Sie spreche von einer Überversorgung im Raum Bamberg, erklärte Riemer.
Für die Identität der Gemeinden sei eine vernünftige ärztliche Versorgung sehr wichtig, bemerkte Bürgermeister Bruno Kellner (VU). Er lobte die beiden Arbeitskreise "Transparenz" und "Gesundes Älterwerden im Markt Rattelsdorf" für ihre sehr engagierte Arbeit. Für den Arbeitskreis "Transparenz" stellte Beate Rennert die Broschüre "Wegweiser durch die Gesundheit" vor. Die Arbeitsgruppe erfasste alle gesundheitsfördernden Einrichtungen in der Gemeinde und fasste sie in der Broschüre zusammen. Damit wird den Bürgern eine Orientierungshilfe geboten zum vielfältigen Angebot der Gesundheitsförderung.
Der Arbeitskreis "Gesundes Älterwerden im Markt Rattelsdorf" hat die Nachbarschaftshilfe "Füreinander an Itz und Main" als feste Institution gegründet. Hilfebedarf sei da, sagte Sabine Senger als Mitglied dieses Arbeitskreises. Es werde damit gerechnet, dass die Nachfrage noch steigen werde. Zurzeit könne man auf einen Helferpool von 18 Ehrenamtlichen zurückgreifen. Das Projekt liefe, viele Helfer seien schon unterwegs. In den Gemeindeteilen gebe es für Hilfesuchende Kontaktpersonen. Für jede finanzielle Unterstützung sei man dankbar. Sabine Senger bedankte sich bei Hubert Frey, der statt Geburtstagsgeschenken um eine Spende gebeten hatte. Auf diese Weise seien 700 Euro zusammengekommen.