JOsef Hofbauer

Bislang scheiterte ein Fahrradweg zwischen Hausen und dem künftigen S-Bahn Haltepunkt am Bahnhof Kersbach an den Kosten. Das Projekt wurde auf Eis gelegt. In der jüngsten Sitzung des Kreis-Bau- und Verkehrsausschusses skizzierte der Leiter des Tiefbauamtes, Dieter Els, wie eine bessere Anbindung in naher Zukunft realisiert werden könnte.
Ein wichtiger Baustein ist dabei der Bau einer Fuß und Radweg-Brücke über die Regnitz, für den der Gemeinderat Hausen bereits Geld in seinen Haushaltsplan eingestellt hat. Die Route biegt nach der Hausener Schleuse nach rechts in die Flur ab und führt nach der Brücke nach links bis zum Kraftwerk.
Dort, so hat Dieter Els erfahren, plane das Wasser- und Schiffahrtsamt eine Fischtreppe. Im Zuge dieser Fischaufstiegsanlage sei auch eine Fußweg-verbindung geplant. Da ließe sich problemlos eine Radwegverbindung anfügen, selbstverständlich auf Kosten des Landkreises. Da müsse der Landkreis nur auf das Wasserwirtschaftsamt zugehen, fand Els.
Über Wirtschaftswege würde der Radweg auf Höhe der Abzweigung nach Kersbach auf die ehemalige Bundesstraße treffen. Hier soll ein Kreisverkehr entstehen, so dass eine gefahrlose Überquerung der Fahrbahn möglich wird. Das Straßenbauamt habe den Bau des Kreisverkehrs bereits akzeptiert. Mit dem Bau rechnet Els in den nächsten beiden Jahren. Dann würde die Radweg-Verbindung der Kreisstraße Forchheim 25 folgen, wobei die Brücke über die Autobahn um einen Geh- und Radweg verbreitert werden müsste. Hier stehe ebenfalls die Erneuerung dieses Straßenabschnitts an. Da könnte der Radweg auf der Südseite gleich mit gemacht werden. Die Autobahndirektion würde diesen Wunsch in die Planung mit aufnehmen, sofern der Landkreis die Mehrkosten für den Geh- und Radweg übernimmt.
Von da seien es nur noch ein paar Meter zum Pendlerparkplatz und zum S-Bahn-Haltepunkt Kersbach, der so kreuzungsfrei zu erreichen sei. Zu prüfen sei auch noch, inwieweit die Stadt Forchheim bei der Realisierung dieser Trasse mit ins Boot geholt werden könne. Damit sei beim Radwegenetz auch der Lückenschluss zwischen Baiersdorf und Kersbach geschafft.
Abgeklärt werde ferner, ob sich möglicherweise auch die Bayernwerke an den Kosten beteiligen. Sie planten nämlich eine 20 KV-Ersatzleitung und müssten Interesse daran haben, diese Trasse möglichst gefahrlos zu erreichen. Sobald genauere Kosten vorlägen, könne eine Kostenplanung aufgestellt werden. Sie soll dann den Mitgliedern des Kreistages vorgestellt werden.
Kreisrat Edwin Dippacher (CSU) nannte die Ideen eine Zusammenfassung aller Vorstellungen. Am Handlungsbedarf bestehe kein Zweifel. "Die Realisierung brauchen wir zeitlich nicht überstürzen, aber gemacht werden muss etwas", fand Dippacher. Die sich nun bietende Chance müsse wahrgenommen werden, fanden auch die Mitglieder des Ausschusses. Die Planung wurde einstimmig gebilligt.