Die Wählergemeinschaft Pro Coburg spricht sich - wie schon bei der Abstimmung im Jahr 2020 - gegen einen vierspurigen Ausbau des Weichengereuths aus. In einer Pressemitteilung wird aber betont, dass dies nicht bedeute, alles so zu lassen, wie es ist: "Wir sind uns einig, dass Verbesserungen der aktuellen Verkehrssituation möglich sind und umgesetzt werden müssen." Aber: Einen vierspurigen Ausbau mit zwei Ampeln auf 500 Metern halte man "nicht für die geeignete Lösung".

Ganz anders sehen das die "Jungen Coburger", die im Stadtrat eine gemeinsame Fraktion mit der CSU bilden. Sie sprechen in einer Pressemitteilung von einer "historischen Chance", die sich mit der von der Firma Brose vorgesehene Investition in Höhe von 130 Millionen Euro biete. Deshalb sollte der Brose-Wunsch nach einem vierspurigen Ausbau des Weichengereuths erfüllt werden. Immerhin gehe es um "die wirtschaftlichen Grundlagen der Generation von morgen". Dass die Coburger Grünen gegen einen Ausbau sind, wird als "fundamental-ideologisch" bezeichnet. Denn: "Das globale Klima entscheidet sich nicht am Ausbau von 1,6 Kilometer Straße." (Die kompletten Stellungnahmen von Pro Coburg und Jungen Coburgern sind auf www.infranken.de nachzulesen.) ct