Andreas Dorsch Die Jogger und Spaziergänger, die sich darüber freuen, dass der zwei Kilometer lange Wanderweg neben dem Treibweg derzeit wieder frei geschnitten wird, sind eindeutig in der Überzahl. Das berichten die beiden Mitarbeiter der Höchstadter Firma Krannich, die im Auftrag der Stadt hier Heckenpflege betreibt.

Natürlich kommen aber auch Menschen vorbei, denen der Eingriff in die Natur nicht gefällt. "Wir müssen uns auch Beschimpfungen anhören", sagt Firmenchef Björn Krannich. Die Kritiker sind offensichtlich noch nicht an den weit in den Weg ragenden Weißdorn-Ästen mit ihren spitzen Dornen hängen geblieben, vermuten die Akteure vor Ort.

Die Firma Krannich schneidet im Auftrag der Stadt den Verkehrsraum frei. Hermann Zehn, Gartenbautechniker der Stadt, attestiert den Auftragnehmern "fachlich gute Arbeit". Bei der Pflege der vielen Grünstreifen und Grünanlagen in Höchstadt müsse man auch Privatfirmen einbinden, sagt Zehn. Die jetzt im Winterhalbjahr stattfindende Heckenpflege sei ganz normal, seit 1. Oktober erlaubt und auch dringend notwendig.

Das Höchstadter Unternehmen ist mit seinen speziellen Geräten für das Heckenschneiden auch besser gerüstet als der städtische Bauhof. Die an einem kleinen Bagger montierte überdimensionale Heckenschere schafft beispielsweise Äste bis zu einem Durchmesser von sechs Zentimetern.

Besonders ärgerlich sind für die Heckenschneider die unzähligen Hundekotbeutel. An manchen Ecken hat Björn Krannich schon "70 und mehr" gezählt. "Wenn du da mit der Heckenschere rein gerätst ..."