Karl-Heinz Hofmann Der Markt Pressig wird energieeffizienter und klimaschonender. 537 Straßenleuchten im gesamten Gemeindegebiet werden auf moderne LED-Technik umgestellt und bekommen einen neuen Schutzanstrich. Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) baut die konventionellen Lampen aus und installiert dafür moderne, hocheffiziente LEDs (Licht emittierende Dioden) in den Lichtmasten.

Am Donnerstag stellten Bürgermeister Stefan Heinlein (CSU) und der Kommunalbetreuer des Bayernwerks, Edgar Müller, die Umrüstung der Straßenleuchten als Beispiel im Wohngebiet "Anger" vor. "Das ist eine Investition in den Klimaschutz", informierte Müller: "Mit den neuen Leuchten spart der Markt Pressig jährlich rund 165 000 Kilowattstunden Strom." Dadurch reduziert sich der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid ( CO2 ) um rund 85 Tonnen, wenn man den aktuellen bundesdeutschen Strommix für die Berechnung zugrunde legt.

In Pressig rüstet das Bayernwerk 506 Leuchten auf vorhandenen Masten um, und 31 Leuchten erhalten LED-Einsätze in das bestehende Leuchtgehäuse. Die Kosten für die Modernisierungsmaßnahme belaufen sich auf rund 210 000 Euro. Die Arbeiten werden bis Ende November dauern.

Bürgermeister Heinlein lobt das Engagement des bayerischen Energieunternehmens: "Das Bayernwerk setzt in Sachen Energieeffizienz sichtbare Zeichen. Das motiviert auch die Kommune und die Einwohnerschaft, mehr für den Klimaschutz zu tun. Außerdem ist die aktuelle Technik mit einer sogenannten Nachtreduzierung ausgestattet. Das bedeutet, dass die Straßenbeleuchtung in den Wohngebieten zwischen 22 und 5 Uhr nur die Hälfte an Strom verbraucht. Dies wird vom normalen Auge aber nicht wahrgenommen."

Laut den Ausführungen von Kommunalbetreuer Müller ist das Bayernwerk bundesweit führend in der Umrüstung öffentlicher Beleuchtung auf LED. "Wir beraten auch Kommunen, Geschäfts- und Privatkunden, wie sie bei der Beleuchtung bares Geld sparen und die Umwelt entlasten können, weil uns auch die Lebensqualität der nächsten Generationen am Herzen liegt", so Müller. "Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen. Hierfür sind alle gefordert. Wir wollen mit unserem Wissen und Tun unseren Teil dafür leisten."

Bereits innerhalb weniger Jahre rechne sich die Investition in den Austausch konventioneller Leuchtmittel durch moderne LEDs: Sie brauchten bis zu 80 Prozent weniger Strom bei vergleichbarer Helligkeit und hielten um ein Vielfaches länger. Während herkömmliche Lampen für die Straßenbeleuchtung bereits nach rund 15 000 Betriebsstunden zu Ausfällen neigen würden, hielten Leuchtdioden (LED) bis zu 100 000 Betriebsstunden. Das reduziere auch den Reparatur- und Wartungsaufwand signifikant. Die Hersteller moderner LED-Leuchtmittel gewähren darüber hinaus zehn Jahre Garantie auf ihre Produkte, stellte der Bürgermeister als weiteren Vorteil heraus.