In der konstituierenden Sitzung in Mitwitz stand der neue Bürgermeister Oliver Plewa (CSU) zum ersten Mal offiziell vor seinem Ratsgremium und führte durch die Sitzung. Zuvor wurde er von Matthias Rudolph (Grüne) erst einmal feierlich vereidigt. Danach folgten die neu hinzugekommenen Gemeinderäte und Bianka Knauer (CSU) als dritte Bürgermeisterin. Jürgen Kern (SPD), der seinen Posten als zweiter Bürgermeister schon sehr lange innehat, wird ihn auch weiter ausfüllen. Vereidigt werden musste er deshalb nicht mehr.

Bevor man im Mitwitzer Schützenhaus die Ausschüsse besetzte, definierte Plewa seine Wünsche und Ziele: "Ich freue mich aufrichtig auf eine vertrauensvolle und vor allem lösungsorientierte Zusammenarbeit mit euch in diesem Gremium. Es kann bei uns auch nicht um Parteien gehen, sondern darum, unsere Heimatgemeinde nach vorne zu bringen und zukunftsfest zu machen."

Was hinter diesen Worten steckte, verriet er im Anschluss: "Zeitnahe Ortsbegehungen, ausführliche Sitzungsvorlagen, eine gemeinsame Runde mit den Fraktionssprechern vor jeder Sitzung." Doch Plewas Gedanken griffen weiter: "Sobald es die Situation wieder ermöglicht, ist ein Klausurwochenende von mir angedacht, um ein gemeinsames Zielbild für unsere Marktgemeinde Mitwitz zu formulieren und um tiefer in die einzelnen Maßnahmen einsteigen zu können."

Neue Projekte

Projekte, die schon vor seiner Amtszeit begonnen haben, möchte er zu Ende führen, aber auch welche anstoßen. Hier nannte er zum Beispiel einen einheitlichen Auftritt der Marktgemeinde, die Installation eines Stadtumbaumanagements, anstehende Dorferneuerungen, oder die gemeinsam mit dem Landkreis notwendige Weiterentwicklung des Wasserschlosses und des gesamten Umfelds.

Informieren möchte Plewa vor allem aber die Bürger. Instrumente dafür sollen beispielsweise der Internetauftritt der Gemeinde, ein Mitteilungsblatt und soziale Netzwerke wie Facebook sein. Eine Bitte an sein Gremium formulierte er am Ende: "Gewährt auch mir als euren neuen Bürgermeister eine Einarbeitungszeit, um mich mit den Sachständen tiefer vertraut zu machen. Dabei werde ich mich vor allem auf die laufenden Großprojekte konzentrieren und mir die Strukturen in der Verwaltung und im Bauhof näher ansehen."

Mit dem Titel "Altbürgermeister" dürfen sich diejenigen schmücken, die von einem Ratsgremium dafür vorgeschlagen und ernannt werden. Es handelt sich hier um Personen, die außergewöhnlich lange Bürgermeister waren und/oder sich in ihrem Amt in besonderer Weise um die Gemeinde verdient gemacht haben. Eine allzu große Überraschung dürfte deshalb die Verleihung dieses Ehrentitels für Hans-Peter Laschka nicht gewesen sein. In nicht öffentlicher Sitzung hatte man ihm diese Auszeichnung verliehen.

Gentzsch als Jugendbeauftragter

Jugendbeauftragter, "eine Instanz, die sich in Mitwitz bewährt hat", meinte Oliver Plewa und wollte mit diesem Posten eine Verbindung schaffen, um Jugendliche stärker in politische Entscheidungen mit einzubeziehen. Nicholas Gentzsch soll künftig Schnittstelle sein zwischen beiden Seiten. Im Ratsgremium werden ihn Jessica Lang (CSU) und Oliver Kern (SPD) unterstützen.

Zum neuen Umweltbeauftragten wurde Ulrich Münch, Vorsitzender des LBV-Kreisverbands gewählt. Er soll eine zentrale Rolle spielen, denn dem Umweltschutz müsse man weiter eine hohe Bedeutung zumessen, so Plewa.

Aufgerufen hatte Plewa auch zu einer Umweltaktion. Spaziergänger in und um Mitwitz könnten herumliegenden Müll aufsammeln und zum Bauhof bringen.