Forchheim — Wenn David Garrett am Freitag in Forchheim auftritt, kommt er nicht alleine. Der Star-Geiger ist bekannt dafür, seine Shows von einem riesigen Ensemble aus Musikern und Tänzern begleiten zu lassen. Mit dabei: Pianistin Valentina Babor. Vor dem Auftritt in Forchheim sprachen wir mit der gebürtigen Münchnerin, die am 8. Juli ihren 26. Geburtstag feiert.

Frau Babor, gemeinsam mit David Garrett werden Sie am Freitag in Forchheim auftreten. Sind Sie während des Programms zu sehen oder spielen Sie quasi als Vorband?
Valentina Babor: Ich bin im Vorprogramm und stelle drei Songs aus meinem kommenden Album vor, das David ja produziert hat. Deswegen trete ich auch auf seinem Konzert auf.

Wie ist denn die Zusammenarbeit mit David Garrett entstanden?
Das war eine Zufallsbegegnung. Er hat hier in München gespielt und der Dirigent, der sein Konzert dirigiert hat, war am Vorabend bei mir im Konzert. Er hat mich dann am nächsten Abend dorthin eingeladen und wir haben uns im Backstage-Bereich getroffen. Das war vor ungefähr einem Jahr.

Und wann wird ihr Album erscheinen?
Am 10. Juli.

Wie würden Sie selbst den Musik-Stil beschreiben, der auf dem Album zu hören ist?
Der Stil heißt Crossover. Das bedeutet, dass viele Musikgenres vertreten sind. Dabei ist natürlich die Klassik, aus der ich komme, aber auch vermischt mit Pop, Rock und Filmmusik. Es ist eine Mischung, die wie ich finde sehr gelungen ist.

Welche Stücke aus dem Album werden die Zuschauer denn am Freitag zu hören bekommen?
Ich werde "Children" von Robert Miles, "I believe I can fly" von R Kelly und "When the rain begins to fall" von Jermaine Jackson spielen.

Wie lange sind Sie denn schon mit David Garrett auf Tour?
Letztes Wochenende haben wir die dritte Show gespielt. Sechs weitere Konzerte werden noch folgen. Unter anderem auf der Waldbühne Berlin, da freue ich mich natürlich sehr darauf. Das ist ja meine erste Open-Air-Tour in dem Sinne.

Klaviermusik unter freiem Himmel - funktioniert das überhaupt?
Akustisch ist es natürlich komplett anders. Ich spiele zum Beispiel auf einem elektrischen Piano - im Konzertsaal hätte ich einen großen Flügel mit Saiten. Das klappt aber ganz gut. Es war am Anfang ein bisschen Gewöhnungssache. Gerade das mit der Akustik ist neu, weil ich auf der Tour mit In-Ears spiele. Nach zwei Shows hatte ich mich aber schon gut eingespielt.

Haben Sie schon einmal vor so vielen Zuschauern gespielt wie auf dieser Tour?
Nein. In Magdeburg waren etwa 8000 Zuschauer da - in große Konzertsäle passen maximal 2000 Leute. Das sorgt für eine supertolle Stimmung, die mir gut gefällt.

Ist das Tourleben überhaupt etwas Neues für Sie?
Ich bin es natürlich gewohnt, Konzertreisen zu machen, und das Leben auf Tour ist auch nicht viel anders. Es ist alles sehr gut organisiert. Die ganze Gruppe, die zusammen mit David auftritt, ist supertoll: die Tänzer, die Band, das Orchester... Das macht alles sehr viel Spaß.
Haben Sie vor, auch in Zukunft mit David Garrett zusammen zu arbeiten?
Ich werde jetzt erst mal mein Album promoten und Auftritte dazu planen. Wie es dann weitergeht, das wird sich ergeben.

Wie wird es nach der Tour für Sie weitergehen?
Gleich nach der Tour werde ich für ein klassisches Konzert mit Orchester in Armenien sein. Wenn ich zurückkomme, habe ich dann einige Fernsehauftritte. Und im August mache ich dann erst mal Urlaub.

Wo hat Sie Ihre Karriere denn schon überall hingeführt?
Ganz Europa natürlich, Russland, Armenien, die baltischen Staaten, ... aber zum Beispiel auch nach Argentinien. Ich bin schon ganz gut rumgekommen.

Waren Sie dann auch schon einmal in Forchheim?
In Forchheim nicht, aber Franken. Dort kommt meine Familie auch ursprünglich her. Ich mag es dort sehr gerne - die Landschaften sind wirklich schön. Und die Leute sind total nett.

Das Gespräch führte Lena Alt.