Wenn die Pflege eines Menschen Thema wird, herrscht Handlungsbedarf. Für die Betroffenen und deren Angehörigen stellen sich plötzlich eine Flut von Fragen. Nur wenige sind wirklich gut vorbereitet. Pflegebedürftige und deren Angehörige haben einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. Die Pflegeberater sind in aller Regel Experten, die über Wissen aus den Bereichen des Sozialrechts, der Pflege und der Sozialarbeit verfügen. Der Kreisausschuss Kronach im Bayerischen Beamtenbund zeigte wieder einmal, dass es sich lohnt, in einer Berufsvertretung oder Gewerkschaft Mitglied zu sein. Hier gibt es wichtige Informationen zu vielen Belangen des Lebens. Diesmal war Heide Dörfer von "Compass Private Pflegeberatung GmbH" gekommen. Sie gab grundsätzliche Informationen, die für die meisten neu oder einfach nicht so bekannt waren. "Pflegeberatung ist kostenlos. Egal wie oft ich zu Ihnen komme."

Sie als Pflegeberaterin will sehen, wie die Menschen leben. Meist geht es um Erstantrag, eine Hürde auf dem Weg zum Pflegebescheid.

Die Begutachtung erfolgt für privat Pflegeversicherte durch das Begutachtungsunternehmen Medicproof und durch den Medizinischen Dienst bei gesetzlich Versicherten.

Egal wie die Pflegekasse heißt - überall gibt es seit 2008 Pflegeberatung. Pflegeberater unterstützen Pflegebedürftige und deren Angehörige bei der Organisation, angefangen bei der Vermittlung von Pflegediensten und Haushaltshilfen bis hin zu der Auswahl von Pflegeheimen. Pflegeberater werden im Sinne eines individuellen Fallmanagements tätig, das heißt, sie beurteilen den persönlichen Bedarf und die Situation der einzelnen Pflegebedürftigen.

Sie erstellen auf dieser Grundlage einen individuellen Versorgungsplan und übermitteln Leistungsanträge an die zuständigen Kassen zur weiteren Bearbeitung oder Genehmigung.

Rainer Glissnik