von unserer Mitarbeiterin Carmen Schwind

Aufseß — Karl-Heinz Schnörer ist Zweiter Vorsitzender des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Aufseß. Er weist auf eine Besonderheit im Vorstand hin: "Wir haben neben den beiden Vorsitzenden auch einen Geschäftsführer - das ist unser Peter Hertling." Bis vor Kurzem war Peter Hertling Vorsitzender des Vereins, zuvor auch schon einmal Zweiter. "Der Peter hat alles schon mal gemacht", erzählt Bürgermeister Ludwig Bäuerlein (CSU). Der Gelobte selbst winkt derweil ab: "Ist doch nichts Besonderes."
Doch seine Vereinskollegen bleiben dabei: Egal worum es gehe, der Peter organisiere und helfe. "Kaum sage ich, da bräuchte ich mal Unterlagen zu einem Thema, schon legt sie der Peter vor", erzählt Karl-Heinz Schnörer. Und Hermann Hofmann weiß zu berichten, dass Hertling bei Festlichkeiten immer vorangegangen ist, alle motiviert hat und Helfer organisiert und für die Arbeit eingeteilt hat. "Er ist sich aber auch selbst für nichts zu schade, er macht wirklich auch überall selbst mit", sagt Hofmann.
Vorsitzender Wilhelm Scheuring ist als Lokführer viel unterwegs. Deshalb hätten sie noch jemanden vor Ort benötigt, der Entscheidungen trifft oder einfach schnell reagieren kann. "Deshalb haben wir im Verein noch einen Geschäftsführer eingesetzt. Und das ist Peter Hertling", erklärt Schnörer.

Allein auf dem Sportplatz

"Ich habe ein Geschäft geführt, war Jäger, habe Vereine unterstützt und habe Fußball gespielt", erzählt Hertling. Er wollte immer, dass die Vereine gut zusammenarbeiten.
Um einen klaren Kopf zu bekommen, hat Hertling eigene Strategien. "Da ist er dann ganz früh im Dorf auf seinem Traktor unterwegs", erzählt der Bürgermeister. Und Hermann Hofmann ergänzt: "Oder man sieht ihn alleine Fußball spielen auf dem Sportplatz." Hertlings Antwort: "Da kann ich dann wenigstens mit niemandem streiten."
Froh ist er auch, dass er endlich einen Platz für die Vereinsfahne aus dem Jahr 1902 gefunden hat. Sie ist nicht mehr bei ihm zuhause, sondern hängt jetzt im Feuerwehrhaus.