Arkadius Guzy In etlichen, vor allem größeren Städten können Autofahrer ihre Parkgebühren über das Handy bezahlen. Nun soll das auch in Hammelburg möglich werden.

Die Stadträte stimmten grundsätzlich dem Vorschlag zu, für die Parkgebühren auch eine bargeldlose Bezahlvariante anzubieten und zumindest testweise für zum Beispiel zwei Jahre ein System einzuführen. Wie dieses im Detail aussehen soll, ist aber noch nicht entschieden.

In der Stadtratssitzung konnte ein Anbieter sein System erläutern. Keven Lehmann von der ght Gmbh führte den Stadträten vor, wie das Bezahlen der Parkgebühren per Smartphone-App in Hammelburg aussehen könnte. Das Unternehmen aus Nürnberg vertreibt als Partner die Lösung des schwedischen Dienstleisters Parkster.

Nach der Registrierung bekommen die Nutzer von dem Anbieter monatlich eine Rechnung. Darauf sind die Parkgebühren für alle Städte aufgelistet, in denen das Handy-Parken des Anbieters genutzt wurde. Das Unternehmen reicht das Geld dann an die jeweilige Kommune weiter. Die Stadt müsste an den Betreiber nur eine Transaktionsgebühr zahlen, wie Lehmann erklärte. Wie hoch diese für Hammelburg ausfallen würde, war Thema des nichtöffentlichen Teils der Stadtratssitzung.

"Ich bin grundsätzlich dafür, aber wir sollten auch mal in die Nachbarstadt schauen, wie es dort funktioniert", sagte Reimar Glückler (CBB). Auch Norbert Schaub (SPD) schlug der Verwaltung vor, auch Systeme anderer Anbieter zu prüfen und sich nicht gleich auf einen festzulegen. Daher wird über das konkrete System noch gesondert im Stadtrat gesprochen werden.

Bereits vor fünf Jahren hatte die CBB-Stadtratsfraktion den Antrag gestellt, eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit für die Parkgebühren anzubieten - damals per SMS. Die Verwaltung lehnte den Antrag seinerzeit allerdings ab. Damals seien die Voraussetzungen noch anders gewesen, erklärte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) die Ablehnung vor fünf Jahren.