Josef Hofbauer

Wasser ist Leben. Schon die Menschen an den Oasen des Nils, Mesopotamiens und des Indus nutzten Wasserschöpfräder, um die am Fluss gelegenen Felder und Wiesen feucht zu halten. Entlang der Regnitz erlebten die Wasserschöpfräder ihre Blütezeit im 18. Jahrhundert, als auf der 35 Kilometer langen Strecke zwischen Fürth und Forchheim mehr als 200 Wasserschöpfräder in Betrieb waren.
In Forchheim und Burk, so der Wimmelbacher Hobby-Historiker Hermann Meißner, habe es bereits um 1520 die "größten und mächtigsten Wasserräder" gegeben. 36 Kümpfe (an den Radkränzen angebrachte Wasserkübel) schöpften das kostbare Nass aus dem Fluss, das über ein Grabensystem, für dessen Unterhalt die "Wässerer" verantwortlich waren, weiter verteilt wurde.