Freiberg hat gewählt: Die 98 (Stand Juni 2020) Einwohner zählende Gemeinde westlich des Mains und nahe der Landkreisgrenze hat einen neuen Ortssprecher.

"Wenn ein Ort vor 1952 eine eigene Gemeinde war und diese keinen Vertreter im Gemeinderat hat, kann die Ortschaft mit einer Unterschriftenliste mit einem Drittel der Wahlberechtigten einen Antrag stellen, dann kann ein Ortssprecher gewählt werden", erklärte Tobias Walter das vorangegangene Prozedere. Walter, stellvertretender Geschäftsleiter der Marktgemeinde, bildete zusammen mit Bürgermeister Bernhard Storath und seiner Stellvertreterin Gabriele Böhmer den Wahlausschuss. Wegen der Abstands- und Hygieneregeln fand die Versammlung in der Schulturnhalle in Ebensfeld statt.

Drei Vorschläge

Wählbar waren alle anwesenden wahlberechtigten Bürger des Ortsteiles Freiberg. Von den 80 Wahlberechtigten des Ortes hatten sich zuvor 63 auf der Unterschriftenliste eingetragen. "Dem Antrag der Bürgerschaft wurde stattgegeben", so Bürgermeister Bernhard Storath. Vorgeschlagen für das Ehrenamt des Ortssprechers wurden Roland Aumüller, Norman Hümmer und Dominik Krug (Reihenfolge der Vorschläge).

Das Auszählen der abgegebenen 39 Stimmen war spannend, es gab auch einen ungültigen Stimmzettel. Neun Stimmen erhielt Dominik Krug, zwölf erhielt Roland Aumüller, 17 Stimmen und somit die Mehrheit der abgegebenen Stimmen konnte Norman Hümmer für sich verbuchen. Für eine Stichwahl stellte sich der zweitplatzierte Roland Aumüller nicht zur Verfügung. Somit ist Norman Hümmer neuer Ortssprecher von Freiberg. ds