Die Digitalisierung bestimmt zunehmend unser tägliches Leben. Das trifft auch auf die bildende Kunst zu, wie die jüngste Ausstellung bei "Kunst im Treppenturm" eindrucksvoll belegt. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe im Karstadt-Kaufhaus sind seit vergangenem Montag computertechnisch angefertigte Leinwandgemälde des Bamberger Künstlers Wolfgang Hock zu sehen.

Hock ist in der internationalen Kunstszene kein Unbekannter. Bereits seit 1977 nimmt er an zahlreichen Ausstellungen teil: in München, Düsseldorf und Hamburg, aber auch in Amsterdam und in Paris sowie in Montreal, New York und an vielen anderen Orten mehr. Höhepunkt seiner bisherigen künstlerischen Kariere dürfte im vergangenen Jahr seine Teilnahme an der XII. Biennale in Florenz gewesen sein, wo er vom Ausstellungspräsidenten mit dem "New Media Art"-Preis geehrt wurde.

Rückkehr in die Heimat

Nachdem er 18 Jahre lang in Brasilien gelebt und gearbeitet hat (u.a. in Rio de Janeiro), kam der 1956 in Bamberg geborene Wolfgang Hock 2011 in seine Geburtsstadt zurück. Dort schafft er seine vielbeachteten Werke, die er in die ganze Welt verschickt.

"Es ist für unsere Ausstellungsreihe ein wahrer Glücksfall, den Kunden unseres Hauses einen so hochkarätigen und international renommierten Künstler zeigen zu dürfen", freut sich Filialgeschäftsführer Mathias Baluses. "Wir sind sehr sehr froh, dass wir trotz Corona und ohne offizielle Vernissage die Werke der Öffentlichkeit übergeben können und natürlich auch, dass wir am Standort Bamberg weiterhin mit unserem Warenhaus sowie mit Kunst im Treppenturm für alle treuen Besucher und Kunden da sein dürfen."

Zu sehen sind, auf großformatige Leinwände geprintet, stadtlandschaftliche Motive mit Szenen aus dem Leben des Künstlers in New York und in Brasilien, aber auch sehr aktuelle Sujets, wie etwa das Bildnis eines Jungen mit Corona-Maske.

"Die Gemälde bestechen durch ihre Gratwanderung zwischen fotorealistischer Malweise und expressiven Gestaltungselementen", so Ausstellungskurator Dr. Matthias Liebel über die mit virtuellen Pinseln in einer Farbigkeit geschaffenen Bildwerke, deren Kolorit an die Palette des Impressionismus erinnert. Und ebenso zeitaktuell, wie damals die Gemälde des Impressionismus mit Motiven aus der gerade entstandenen Freizeitkultur des Pariser Bürgertums, so Liebel weiter, sind auch die digitalen Gemälde von Wolfgang Hock.

Schau läuft bis 25. Juli

Die Ausstellung dieser außergewöhnlichen Arbeiten von Wolfgang Hock kann bis zum 25. Juli während der Öffnungszeiten des Bamberger Kaufhauses besichtigt werden. red