Im November hat der Marktgemeinderat Grafengehaig einstimmig das dringend erforderliche neue Mehrzweckfahrzeug (MZF) für die Feuerwehr Grafengehaig bei der Firma Brandschutztechnik Görlitz in Auftrag gegeben. Das Fahrgestell ist im Februar eingetroffen und das Unternehmen derzeit mit dem Aufbau beschäftigt. Kommandant Rene Hubrich und Vorsitzender Klaus Keil zeigten sich bei der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins im "Wärtshäus'la" zuversichtlich, dass das neue Fahrzeug im April in Dienst gestellt werden kann. Aus der Vereinskasse wird die Löschgruppe einen stattlichen Geldbetrag zur Anschaffung beisteuern.
Im Vordergrund der Hauptversammlung standen die Neuwahlen, die mit einem großen Vertrauensbeweis die amtierende Vorstandschaft in ihren Ehrenämtern bestätigten. Erster Vorsitzender bleibt Klaus Keil, Zweiter Vorsitzender Detlef Döring, Kassier Reinhard Söllner und Schriftführerin Annalena Burger. Als Beisitzer erhielten Werner Burger, Patrick Hildner, Alexander Platthaus und Helmut Söllner das Vertrauen. Im Amt bestätigt wurden zudem die beiden Revisoren Renate Lauterbach und Matthias Ott.
Vorsitzender Klaus Keil bezifferte die aktuelle Mitgliederzahl mit 116 Personen. Keil kündigte an, dass die Feuerwehr die Mitgliederwerbung verstärken will.
"Die 38 Aktiven fuhren im vergangenen Jahr 30 Einsätze, davon waren 17 technische Hilfeleistungen und fünf Brandeinsätze, vier Mal kam dabei auch der Atemschutz zum Einsatz. Zudem wurden sieben Sicherheitswachen ausgeführt. Absolviert wurden zudem drei Einsatz- und 23 örtliche Übungen", so Kommandant Hubrich, der die Zahl der geleisteten Stunden mit 1880 bezifferte. Als sehr bemerkenswert würdigte der Kommandant die Einsatz- und Übungsbereitschaft sowie Kameradschaft seiner jungen Truppe, dessen Durchschnittsalter er auf knapp 33 Jahre bezifferte. Als dringend mahnte der Grafengehaiger Kommandant die Sanierung der Fahrzeughalle an: Die Fenster sind verfault und es dringt Wasser ein. Undicht sind die Tore und bei starkem Regen steht Wasser in der Halle, das im Winter vereist. Benötigt wird eine Heizung, denn die Schutzanzüge sind klamm sowie die Fahrzeuge und Geräte der Feuchtigkeit ausgesetzt.
"Was ihr macht, ist Spitze", lobte Kreisbrandmeister Yves Wächter und betonte, dass sich die Einführung des Digitalfunks bewährt hat. Bürgermeister Werner Burger gratulierte allen Gewählten und bezeichnete die Grafengehaiger Feuerwehr als sehr wichtig. kpw