Breitbrunn gilt derzeit noch als "weißer Fleck" auf der Mobilfunk-Landkarte. Das kann sich jetzt ändern: Im Ort hat eine Firma einen Funkturm aufgestellt.

Im Mai 2018 erhielt die Gemeinde ein Schreiben der Deutschen Telekom, dass sie zum Lückenschluss für die Handy-Erreichbarkeit Standorte sucht, die geeignet sind, die Mobilfunkversorgung für Sprach- und Datenübertragung zu gewährleisten. Zwei Jahre später folgen Taten: In den letzten Tagen wurde auf einem Privatgrundstück ein Funkmast aufgestellt, der dieses Problem lösen soll.

Um die Aufstellung eines solchen 16 Meter hohen Mastes hatte es im Gemeinderat und in der Bevölkerung Diskussionen gegeben, die sogar zu einer Unterschriftenaktion führten. Die Bürger befürchten durch die Funkstrahlung negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit.

Die Gemeinde selbst hatte zwar Standorte wie das Feuerwehrhaus oder das Sportheim zumindest in Erwägung gezogen, aber keine Standortvorschläge eingereicht. Daraufhin meldeten sich drei private Interessenten, die ihre Grundstücke für die Errichtung eines Funkmastes zur Verfügung stellen wollten. Letztlich entschied sich das Unternehmen für ein privates Angebot mit der Aufstellung eines Mastes neben einem Wohnhaus im Altort neben der Siedlung Teichtacker.

Dies führte zu einer Unterschriftenaktion, bei der 250 Bürger ihren Unmut über den Antennenmast mitten in der Bebauung des Ortes zum Ausdruck brachten. Auch der Gemeinderat lehnte das Vorhaben mehrheitlich ab. Allerdings ist nicht die Gemeinde zuständig für die Genehmigung oder Nicht-Genehmigung, sondern das Landratsamt, und die Behörde in Haßfurt ersetzte das Einvernehmen der Gemeinde. Anders ausgedrückt: Das Landratsamt erteilte die Baugenehmigung.

Nun steht der Funkmast. Die Frage, die sich jetzt stellt, lautet: Wann nimmt die Einrichtung den Betrieb auf? Ein Blick auf den Funkmast in der Gemeinde Kirchlauter zwischen Neubrunn und Kirchlauter zeigt, dass dies möglicherweise nicht so schnell geht. Der Mast steht nämlich schon fast zwei Jahre. Trotz mehrmaliger Nachfrage des Bürgermeisters gibt es keine Auskunft über den Betriebsstart.