Mit dem Neubau eines Geh- und Radweges entlang der Kreisstraße 3 von der Einmündung der Staatsstraße 2200 bis nach Gifting verwirklicht der Landkreis Kronach ein sehr wichtiges Projekt für die Verkehrssicherheit. Dies betonte Landrat Klaus Löffler vor Ort, anlässlich eines Pressegesprächs, bei dem auch Bürgermeisterin Susanne Grebner (Wilhelmsthal) anwesend war.

Wie Gunter Dressel, Sachgebietsleiter Tiefbauverwaltung im Landratsamt rückblickend erläuterte, wurde nach Abstimmmung mit allen betroffenen Grundstückseigentümern und beteiligten Behörden im März 2019 der Planungsauftrag an das Ingenieurbüro HTS- Plan, Kronach, vergeben. Im Oktober 2019 erfolgte der Spatenstich und danach die notwendigen Rodungen. Im Juni 2020 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Über drei Kilometer

Es handelt sich um eine Gemeinschaftsaufgabe des Landkreises Kronach und der Gemeinde Wilhelmsthal, deren Bauträger der Landkreis Kronach ist. Landrat Klaus Löffler sprach von einem anfangs schwierigen Unterfangen war. Durch Zusammenhalt und Gemeinschaftsgeist aller habe sich gezeigt, dass auch schwierige Probleme einer Lösung zugeführt werden könnten. "Wir haben Wort gehalten und unsere Worte sind hier sichtbar und messbar", so Löffler. Die Gesamtbaulänge beträgt einschließlich barrierefreier Querungshilfe 3050 Meter. Davon sind 380 Meter ein drei Meter breiter Wirtschaftsweg (Baulast Gemeinde Wilhelmsthal), circa 2520 Meter sind 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg und 150 Meter sind 1,50 Meter breiter Gehweg von der Kläranlage Gifting bis Ortseingang, Bauende (Baulast Landkreis Kronach).

Es entstehen auch zwei Brücken über die Kremnitz mit einer Spannweite von 14 Metern beziehungsweise 18 Metern. Die Baukosten der gesamten Baumaßnahme beziffert der Landrat auf 1,9 Millionen Euro, einschließlich Ingenieurleistungen, Grunderwerb und landschaftspflegerischer Maßnahmen.

Der gesamte Geh- und Radweg, sowie der Wirtschaftsweg auf einer Breite von 2,50 Meter wird vom Freistaat gefördert. Die Förderungszusage ist da, allerdings steht die Höhe der Förderung noch nicht fest. Die nicht zuwendungsfähigen Mehrkosten für den Wirtschaftsweg von circa 25 000 Euro für die verbleibende Breite von 0,50 Meter trägt die Gemeinde Wilhelmsthal.

Ein Steg als "Highlight"

Für das Informationsgespräch hat der Landrat den Bauort eines Steges ausgesucht. Das wird, sozusagen das "Highlight" der Baumaßnahme, ein Steg parallel zur und über die Kremnitz im Bereich der Felsmühle mit einer Länge von circa 78 Metern. Dieser Geh- und Radweg werde ein ganz besonders schöner in unserer Region sein, denn das Tal bietet Wanderern und Radfahrern herrliche Erholung mit der plätschernden Kremnitz und dem Waldreichtum entlang der Berge. Der Geh- und Radweg sei aber in erster Linie wegen der Verkehrssicherheit notwendig, denn die St 2200 sei eine viel befahrene Verbindung von den Höhen des Frankenwaldes wie Tschirn, Teuschnitz, Marienroth und Posseck hinunter ins Kronachtal und schließlich in die Kreisstadt.

Löffler dankte deshalb herzlich MdL Jürgen Baumgärtner für seine Vermittlerrolle bei der Förderung des Freistaates, aber auch den Grundeigentümern, die viel Verständnis aufgebracht hätten, den Beteiligten der Planung und den bauausführenden Firmen, der Regierung von Oberfranken und dem Freistaat Bayern, dem AELF Kulmbach, der Naturschutzbehörde und dem Wasserwirtschaftsamt, sowie der Gemeinde Wilhelmsthal mit Bürgermeisterin Susanne Grebner für die kooperative Zusammenarbeit. Die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe des Geh- und Radweges ist für Oktober dieses Jahres geplant. eh