Krum — Der Kirchweihsonntag in Krum war als Termin gut gewählt: Der neugestaltete Zugang zur Dorfkirche St. Peter und Paul wurde übergeben und eingeweiht. Er wertet das Umfeld des Gotteshauses mitten im Zeiler Stadtteil auf und erhöht die Sicherheit.
Seit der Kirchenweihe im Jahr 1758 erreichten die Krümler das Portal von der Ortsdurchfahrtsstraße her. Dies ist jetzt nicht mehr so. Der alte Zugang wurde zugeschüttet und mit Erde aufgefüllt. Jetzt erreichen die Fußgänger die Kirche seitlich vom Kriegerdenkmal aus. Natürlich kann man das Gotteshaus auch von der anderen Seite, über den Weg an der ehemaligen Schule, erreichen.

Was Steine alles können

Pfarrer Michael Erhart verknüpfte in seiner Predigt des Festgottesdienstes, den er in Konzelebration mit Pfarrer i. R. Joseph Dietl hielt, viele Aspekte miteinander. Mit einem Stein in der Hand erinnerte er an den Kirchenbau vor 256 Jahren, als Menschen viel auf sich genommen haben, um ein solches Gotteshaus zu bauen. Dann bezeichnete er die Christen als lebendige Steine in der Gemeinschaft mit Gott. Erhart ging auch auf den Mauerfall in Berlin ein, denn Steine könnten zum Bösen verwendet werden, deren Einsturz man vorantreiben müsse. Mit Steinen könne auch etwas Schönes geschaffen werden, etwa neue Wege wie der Kirchenaufgang in Krum. Steine könnten also Symbole darstellen, um neue Wege zu gehen, sagte der Seelsorger.

Dank an die fleißigen Helfer

Zum Schluss des Gottesdienstes ergriff Kirchenpfleger und Ortssprecher Matthias Blasl das Wort. Er gab zu, dass er nicht damit gerechnet habe, dass der neue Aufgang zur Kirchweih fertig ist. Doch dann habe Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) das Projekt vorangetrieben. Es sei nicht alles geplant gewesen, teils habe improvisiert werden müssen, aber das Endergebnis könne sich sehen lassen, freute er sich.
Die Bauausführung lag beim städtischen Bauhof unter der Leitung von Christian Wittig und seinem Team, dem Blasl seinen Dank aussprach. Mehrere Firmen hätten nicht nur zuverlässig gearbeitet und pünktlich geliefert, sie hätten die Pfarrei auch finanziell unterstützt, lobte der Kirchenpfleger von Krum.
Bürgermeister Thomas Stadelmann räumte ein, er habe ein schlechtes Gewissen gehabt, da er die Erneuerung des gefährlichen Kirchenaufgangs bis zu einer Sanierung des benachbarten alten Schulhauses hinausschieben wollte. Dieses Vorhaben verzögere sich aber, deshalb sei der Neubau des Aufgangs vorgezogen worden. Die Kirche als Mittelpunkt des Ortes komme nun besser zur Geltung. Was die Helfer geleistet hätten, das könne sich sehen lassen, sagte er.
Als die Gottesdienstbesucher die Kirche verließen, konnten sie nicht nach Hause gehen, denn der Weg war ihnen versperrt. Ein weißes Band hielt sie auf. Nun stellten sich die Verantwortlichen für den neuen Kirchenaufgang dahinter. Scheren wurden ausgeteilt, das Band zerschnitten und die Gläubigen konnten jetzt den offiziell geöffneten Weg hinuntergehen. wo