Sie kommen, sie hören zu, sie diskutieren. Immer, wenn eine Bürgerversammlung für Uetzing angesagt ist, platzt der Veranstaltungsraum aus allen Nähten. So geschehen auch am Mittwoch im Gasthaus "Zum Kutscher".

Bürgermeister Jürgen Kohmann hatte die Bürger eingeladen, um drei wichtige Projekte für den Ort an Mühlbach und der Döberten vorzustellen. "Wir fangen mit den Kleinsten an - Thema Flexi-Gruppe", begann der Bürgermeister die Gesprächsrunde. 16 Meter vom Hauptgebäude des katholischen Kindergartens St. Johannes der Täufer in der Pfarrer-Krapf-Straße entfernt wird im Garten des Areals ein Neubau entstehen. In herkömmlicher massiver Bauweise mit Trapezblecheindachung. 18 neue Plätze werden hier entstehen, davon zwölf als Regelplatz und sechs als Krippenplatz.

Mit einem Laubengang würden die beiden Gebäude dann miteinander verbunden, die Erschließung erfolge von der unteren Grundstücksgrenze her. Hier entstünden auch die Feuerwehr- und Rettungsdienstzufahrten. Der bisherige öffentliche Spielplatz dort würde umgesiedelt. Während der Bauphase könnte der Gymnastikraum des Kindergartens als Ausweichquartier dienen, das sei aber noch nicht spruchreif, so Stadtbaumeister Andreas Ender.

"Die Kirche wird es nicht finanzieren, kann sich einen Betrieb aber vorstellen. Wir investieren und die Kirche ist Betreiber", fasste Jürgen Kohmann die finanzielle Situation zusammen. Gespräche mit dem Domberg hätten zwar stattgefunden, aber "für zusätzliche Plätze gibt es keinerlei Unterstützung", berichtete der Bürgermeister. Leichtes Raunen bei den vorwiegend katholischen Zuhörern.

Einschließlich Nebenkosten belaufen sich die Baukosten geschätzt auf 840 000 Euro, mit einer Förderung in Höhe von 520 000 Euro ist zu rechnen. Lediglich einen Zuschuss gibt die Kirchenverwaltungskasse.

Auf rund 176 Quadratmeter neuer Nutzfläche gibt es dann großzügige Schlaf- und Gruppenräume, Platz für Lager, Sanitärbereiche und für Elterngespräche. Die Beiträge würden nicht steigen, ebenso werde zusätzliches Personal eingestellt, erklärte Bürgermeister Kohmann außerdem. Mit im Boot ist das Lichtenfelser Architekturbüro Morhard.