Michael Busch

Momentan mag der Betrachter es sich noch nicht ganz vorstellen, dass am Ende der Herzogenauracher Nutzungsstraße, draußen bei den Schrebergartenhäuschen und Vereinsheimen, demnächst wieder der Bär auf Rollen steppt. Noch ist der Skatepark verlassen, lediglich zwei Mitarbeiter der Stadt sammeln im Umfeld Müll auf. Ab und zu fährt ein Kaninchenzüchter vorbei und schaut skeptisch auf den durch Bauzäune abgeschirmten Skaterpark.
Es sind aber auch noch nicht die Temperaturen, die Skateboarder oder Longboarder, In- und Outliner oder Rollschuhfahrer oder auch Rollerfahrer zu den Hürden, Rampen und Sprüngen locken. Dass sich dort zum Vorjahr aber einiges getan hat, bemerkten zumindest die Spaziergänger, die die letzten Wochen dort vorbeischlenderten.


Miniramp mit 75 Tonnen

Einige der neuen Rampen stehen bereits seit Februar, wurden auch schon getestet und mittlerweile gut eingefahren. Die wenigen Sonnentage haben dazu beigetragen. Doch nun hoffen die Organisatoren der Skaterinitiative auf deutlich besseres Wetter. Denn die neue Miniramp ist nochmals ein weiteres "Sahnehäubchen" für die wagemutigen Sportler auf bis zu fünf kleinen Rollen. Ein etwa 75 Tonnen schwerer Betonkoloss wurde aufgebaut. Wegen der Größe und dem Gewicht wurde diese Rampe in einzelnen Bauteilen angeliefert und vor Ort miteinander verbunden. Genau genommen werden die Teile miteinander verspachtelt.


Bitte nicht betreten

Der Beton braucht mindestens eine Woche zum Aushärten, so dass der Skaterpark nun von einem Bauzaun umgeben ist. Um einen echten Genuss bei der Eröffnung und danach zu haben, bittet die Skate Initiative Herzogenaurach darum, die Rampen nicht zu betreten, bis der Beton vollständig ausgehärtet ist. Es werden unter anderem Fugen auf der Fahrbahn der Rampe gefüllt. Wenn sich hier Unebenheiten bilden, wirkt es wie ein großes Schlagloch in einer Fahrbahn, nur haben ein Skateboard, Scooter oder Inline- Skates keine Federung, wie sie beispielsweise ein Auto besitzt.
Wann die Rampe befahrbar ist, wird unter anderem auf der Facebook-Seite "Skate Initiative Herzogenaurach", aber auch im Fränkischen Tag und auf infranken.de rechtzeitig publiziert. Oder man schaut sehnsüchtig auf den Bauzaun. Denn wenn der abgebaut wird, steht der Park wieder jedem Vergnügungssüchtigen zur Verfügung. Dann müssen nur noch die Temperaturen passen.