Mit der konstituierenden Sitzung begann auch für den gewählten Kreistag von Lichtenfels die neue Amtszeit. Ungewöhnlich: Die Ratsmitglieder mussten wegen der Corona-Pandemie in der Adam-Riese-Halle in Bad Staffelstein tagen, um den nötigen Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Die Besetzung der Ausschüsse ging, nach entsprechenden Vorbesprechungen, einvernehmlich vonstatten. Lediglich der stellvertretende Landrat Helmut Fischer und MdB Emmi Zeulner bei ihrer Wahl als Aufsichtsrätin in die Regiomed-Kliniken GmbH mussten sich Mitbewerbern stellen.

Von einem wichtigen, aber ebenso ungewöhnlichen Tag sprach Landrat Christian Meißner (CSU) in seinen einleitenden Worten. Er musste lange zurückblicken, um sich an eine derartige Sitzung in Bad Staffelstein zu erinnern. Sein Wunsch für die künftige Arbeit ist, dass alle die demokratischen Gegebenheiten beherzigen und nicht nur ihre Städte und Gemeinden, sondern vor allen Dingen auch den Landkreis Lichtenfels mit ihrer Tätigkeit voranbringen können. Meißner sah bereits viele Aufgaben, die alle, insbesondere auch die neu gewählten Mitglieder des Kreistages, beschäftigen werden. Danach wurde die 18 neuen Kreisrätinnen und Kreisräte vereidigt. Den jeweiligen Fraktionen war anschließend Gelegenheit gegeben, ihre Fraktionsvorsitzenden und deren Stellvertreter zu benennen. Peter Schmauser (CSU), Frank Novotny (SPD-SB), Heinz Petterich (FW), Dr. Susanne Freiburg (Bündnis 90/Die Grünen), Theo Taubmann (AfD), Holger Then (Junge Bürger) wurden zu den jeweiligen Fraktionsvorsitzenden gewählt.

Nachdem die dem neuen Rechtsstand entsprechende Geschäftsordnung des Kreistages verabschiedet war, stand die Wahl der Stellvertreter des Kreistages bevor. Erwartungsgemäß wurde von der CSU Helmut Fischer vorgeschlagen, der sich gegen Georg Deuerling von den Freien Wählern mit 31:16 Stimmen durchsetzte. Auch Monika Faber (SPD/SB) erhielt einen überzeugenden Vertrauensbeweis als Stellvertreterin. Landrat Meißner gratulierte den beiden Wiedergewählten zu ihrem Amt mit regionalen Spezialitäten. Für den Zweckverband der Fernwasserversorgung Oberfranken und die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Tierkörperbeseitigung Nordbayern, sowie die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Großraum Nürnberg wurde jeweils Landrat Meißner benannt.

Nachdem die Neufassung der Satzung zur Regelung der Entschädigungen der Kreisräte und ehrenamtlich tätigen Landkreisbürger verabschiedet war, äußerte im Schlussteil Landrat Meißner nochmals seine Wünsche auf eine angenehme Zusammenarbeit, die auch den Worten von Dr. Susann Freiburg zu entnehmen war, die zugleich daran erinnerte, dass bei vielen der in den kommenden sechs Jahren anstehenden Entscheidungen auch an die Kinder und Enkelkinder zu denken sei.