von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Forchheim — Stadtarchivar Rainer Kestler hielt bei der Preisverleihung des Blumenschmuckwettbewerbs des Heimatvereins einen interessanten Bildvortrag. Er zeigte Straßen und Plätze aus den 1980er-Jahren und älteres Bildmaterial, das seither im Archiv landete.
"Sie werden stauen, was sich in diesem kurzen Zeitraum von 30 Jahren alles verändert hat", kündigte Vorsitzender Dieter George an. Zu Recht. Ein spezieller Aspekt kam nicht zur Sprache, aber manchem Wettbewerbsteilnehmer mag er auch aufgefallen sein: Der Blumenschmuck an Häusern war äußerst spärlich.
Das ist heute ganz anders. Viele Häuser, ja ganze Straßenzüge sind Fenster für Fenster mit Blumenflor ausgestattet. "Wir hatten mehr Teilnehmer als Plätze im Rathaussaal", umschrieb es George. "Wir danken, dass Sie mithelfen, dass unsere Stadt so schön ist", sagte Bürgermeister Franz Streit (CSU).
Besonders die Innenstadt war wie gewohnt stark vertreten. Das hat mit der Grundstücksstruktur zu tun. In der Innenstadt grenzt die Fassade meist unmittelbar an eine Straße oder öffentliche Fläche. In den jüngeren Stadtgebieten dominieren durch Grün zurückgesetzte Gebäude oder Grundstücke, in denen die Häuser oft ganz versteckt liegen.
Die Jury aus Gartenamtsleiter Herbert Fuchs, Hildegard Kohlmann, Carola Weiß, Richard Gebhardt, Albert Stark, Dieter Imiolczyk, Andreas Geck und Christl Karg hatte ganz schöne Wegstrecken zurückzulegen.
Den schönen Blumenschmuck loben auch die Touristen. Die hauptamtlichen Fremdenverkehrsfachleute haben das längst positiv bemerkt. Insoweit gehen Blumenschmuck und Tourismus Hand in Hand.
Das war auch zur Gründungszeit des Heimatvereins unter Bürgermeister Andreas Steinmetz so. Allerdings hatte damals der Verein die Aufgaben übernommen, die heute die Tourist-Info managt.