Auf ein schönes zusätzliches, wenn auch etwas spätes Urlaubsgeld dürfen sich zahlreiche Mitarbeiter des Regiomed Klinikverbundes freuen. Wie Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke am Freitag erklärte, werden vor allem die Bezüge von Mitarbeitern in der Pflege an den Thüringer Standorten auf das entsprechende TVöD-Niveau angehoben - rückwirkend zum 1. Januar.

Es gehe dem Unternehmen darum, Gerechtigkeit herzustellen, so Schmidtke, und dies nicht nur anzukündigen, sondern auch umzusetzen. Im Mittel entspreche diese Anpassung einer Einkommenssteigerung von 15 Prozent, betroffen sind mehrere Hundert Beschäftigte, die auf verschiedenen Stationen arbeiten.

Die Lohnkosten des Unternehmens steigen nach Schmidtkes Angaben dadurch um rund drei Millionen Euro jährlich. Regiomed geht dabei davon aus, dass die Gesetzeslage hält, was Gesundheitsminister Jens Spahn zugesichert hat. Demnach würden zwei Drittel der zusätzlichen Kosten gegenfinanziert. Ein Drittel müsste das Unternehmen selbst tragen.

Regiomed könne zwar nicht auf "große Überschüsse" zurückgreifen. Doch sei es eine Frage der Gerechtigkeit, diese Anpassung vorzunehmen. "Es soll auch Wertschätzung und Anerkennung zum Ausdruck bringen", sagte Alexander Schmidtke.

Weil zunächst alle Einzelverträge der betroffenen Mitarbeiter entsprechend geändert werden müssen, werde sich die Umstellung noch einige Wochen hinziehen. Doch spätestens Ende des dritten Quartals können die Beschäftigten dann auf die Nachzahlung rechnen, mit der dann die Differenz zu den höheren Bezügen rückwirkend erstattet wird. rlu