Unter Leitung von Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) verabschiedete der Strullendorfer Haupt- und Finanzausschuss die jährlichen Vereins-, Jugend- und Investitionszuschüsse. Darüber hinaus wurde über das gemeindliche Ferienprogramm berichtet.

Manuela Berlacher informierte den Ausschuss schriftlich über das gemeindliche Ferienprogramm, das in Strullendorf ganzjährig durchgeführt wird. Wie in den Vorjahren waren hierfür Mittel in Höhe von 10 000 Euro vorgesehen. Für das reine Ferienprogramm sind 5000 Euro, für sonstige Jugendveranstaltungen 4500 Euro und als Kostenersatz für den Ferienpass des Landkreises 500 Euro im Haushalt eingestellt gewesen. Sie bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Ludwig Werner und den gemeindlichen Jugendbeauftragten Markus Metzner und Andrea Spörlein für deren tatkräftige Unterstützung.

Wegen des coronabedingten "Lockdown" musste das Oster- und Pfingstferienprogramm kurzfristig sowie letztendlich auch das Herbstferienprogramm aufgrund des erneuten "Lockdown" abgesagt werden. Erfreulicherweise konnte trotz der Einschränkungen und Ungewissheiten noch ein kleines, aber trotzdem vielfältiges Sommerferienprogramm organisiert werden. Ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept war erarbeitet und abgestimmt worden. Lediglich drei Kurse fanden nicht im Freien statt. Insgesamt haben 125 Kinder und Jugendliche am Sommerferienprogramm teilgenommen.

Bogenschießen und Töpfern

Die Ausgaben für das reine Ferienprogramm lagen bei 1325 Euro und die Einnahmen bei 473 Euro. Bei den sonstigen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Spiele an Weihnachtsmärkten, Spielstraßen und Faschingsspielen, die von Ludwig Werner und seinem Team organisiert wurden, nahmen 473 Kinder teil. Die Ausgaben beliefen sich hier auf 611 Euro.

Man hatte sich bemüht, trotz Corona ein breit gefächertes Angebot an Veranstaltungen anzubieten. Bogenschießen mit Olli Schulz, ein Inliner-Kurs mit Matthias Motzel beim ERSC Bamberg oder "Töpfern" mit Ingrid Habermann in der Karl-Wagner-Halle der Concordia waren in diesem Jahr wieder sehr gefragt. Das galt ebenso für den Schnupperkurs mit dem Anglerverein unter der Leitung von Alfred Schick, dem Tenniskurs beim SV Wernsdorf und den Minigolf-Kursen auf der Anlage an der Hauptsmoorhalle. Gedankt wurde auch dem Schützenverein Hubertus Strullendorf und der SG Roßdorf/Forst für deren Engagement. Beim Letzteren gab es mit dem "Wikingerschach" und "Spiele von früher" zwei neue Angebote, die von Lisa Büttel und ihrem Team durchgeführt worden waren. Iso e.V., der Kooperationspartner der gemeindlichen Jugendarbeit, führte in den Sommerferien zwei einwöchige Ferienbetreuungen durch.

Sachbearbeiter Dominik Wagner erläuterte dem Gremium die Vereinszuschüsse, die laut Satzung bis zum 30. September des laufenden Jahres beantragt werden müssen. Die Satzung wird gerade angepasst und soll nach der Genehmigung durch den Gemeinderat ab 2021 gelten. Bereits in den Haushaltsberatungen wurde der Ansatz für die Investitionskostenzuschüsse erhöht, um die Folgen der Pandemie für die örtlichen Vereine abzufedern.

Insgesamt fördert die Gemeinde Strullendorf ihre Vereine 2020 mit 28 198 Euro. In der Summe enthalten sind 22 059 Euro Grundförderung und 6139 Euro für die Jugendförderung. Zusätzlich wird ein Zuschuss von insgesamt 28 310 Euro für Investitionen in die örtlichen Sportstätten gewährt. Das entspricht in der Regel zehn Prozent der nachgewiesenen Kosten.

Ein Antrag des 1. FC Strullendorf, die Bezuschussung der Übungsleiterpauschale in diesem Jahr zu verdoppeln, fand keine Zustimmung durch die Ausschussmitglieder.

Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung berichtete Kämmerer Thomas Fischer über den aktuellen Sachstand zur gemeindlichen Reinhard-Reichnow-Stiftung. Den entsprechenden Anträgen auf Fördermittel wurde letztendlich einstimmig zugestimmt.