"Über die Spende von 1000 Euro vom Lions-Club freuen wir uns sehr", sagt Bettina Quandt, Vorsitzende des Hospizvereins Herzogenaurach. Das Geld werde für Schulung und Fortbildung der Trauer- und Sterbebegleiter genutzt sowie fürs Trauercafé verwendet.

"Der Begriff Hospiz ist allgemein bekannt und wir wollen das Engagement bei der Trauerbegleitung ein weiteres Mal unterstützen", erklärte Klaus Deißenberger, Präsident der Lions in Herzogenaurach. Er hoffe, dass die Unterstützung des Clubs die Hospizarbeit weiter in die Öffentlichkeit rücke. So habe es sich der Lions-Club zur Aufgabe gemacht, den Menschen und Hilfsorganisationen besonders in der Region gezielt zu helfen. Der Präsident der Herzogenauracher Lions zeigte sich von der Hilfe zu einem lebenswerten Leben, zu dem die Ehrenamtlichen des Hospizvereins beitragen, sehr beeindruckt: "Es ist auch nicht einfach nur eine Überweisung von Geld. Unsere Spende ist Ausdruck sozialer Verantwortung für die Region."

In den Räumen der Caritas an der Erlanger Straße ließen sich Klaus Deißenberger und Ulrich Wirth, Pressesprecher der Lions, von der Vorsitzenden Quandt sowie von Ruth Loh-maier über die wichtige und schwierige Arbeit der Hospizbegleiter informieren. Wie die Vorsitzende erklärte, werde die Arbeit des Vereins im Sinne der Hospizidee von derzeit 21 Freiwilligen und ausschließlich ehrenamtlich Tätigen in den Familien und bei den Hilfebedürftigen verrichtet. Jeder Hospizbegleiter muss dafür eine sechsmonatige Qualifikation absolvieren, bevor er oder sie für die Hospizarbeit eingesetzt werden kann. So musste zuletzt die Aus- und Weiterbildung wegen Corona unterbrochen werden, wird aber wieder fortgesetzt, wenn des die Umstände erlauben, erklärte Bettina Quandt.

Zeit für Zuwendung

"Bei uns stehen unheilbar kranke und sterbende Menschen im Mittelpunkt und wir schließen die Angehörigen in die Fürsorge ein", berichtete Quandt. Die Hospizbegleiter brächten Zeit für die menschliche Zuwendung und Begegnung mit und würden so zeigen, dass Menschen in ihrer letzten Lebensphase und ihre Angehörigen zu uns und unserer Gesellschaft gehören. "Der Hospizdienst betreut alle Menschen, die es wünschen, unabhängig der Religion, Nationalität sowie Weltanschauung und finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Und natürlich unterliegt alles, was die Sterbenden und Trauernden uns anvertrauen, der Schweigepflicht", erklärte die Vorsitzende.

Dabei spiele auch das Trauercafé eine wichtige Rolle. Dort fänden alle, die einen nahestehenden Menschen oder Angehörigen verloren haben, andere Menschen, die ihr Schicksal teilen. Die ausgebildeten Trauerbegleiterinnen würden aufmerksam zuhören und Impulse geben, aus der Krise einen Neuanfang zu wagen und das Leben neu zu gestalten. So seien unter den Trauerenden auch schon Freundschaften entstanden, und Hinterbliebene träfen sich zu Spaziergängen oder gemeinsamen Unternehmungen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig von Alter, Religion und Herkunft. Das Trauercafé befindet sich in den Vereinsräumen in der Erlanger Straße 14 in Herzogenaurach und ist am letzten Freitag des Monats von 16 bis 18 Uhr geöffnet. sae