Statt Bauflächen auf der grünen Wiese auszuweisen, greift der Gedanke, Lücken innerhalb eines Ortes oder zwischen zwei Ortsteilen zu schließen, immer mehr um sich. Ihm fühlt sich der Staffelsteiner Planer Manuel Kellner vom gleichnamigen Planungsbüro Kellner verpflichtet. Auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern will er ein Wohngebiet mit insgesamt zehn Bauplätzen schaffen.

Mehrfamilienwohnhaus

Blickfang des Areals soll ein Mehrfamilienwohnhaus mit elf Wohneinheiten und Penthouse werden. "Mit unserem Projekt in der Sandstraße schaffen wir den Lückenschluss zwischen dem Kernort Altenkunstadt und dem Ortsteil Woffendorf", strich Architekt und Diplom-Ingenieur Bernd Detsch aus Weismain am Dienstagabend bei seiner Vorstellung des Projekts im Bauausschuss heraus. Das geplante Baugebiet wurde einhellig begrüßt. Die Ausschreibung für die private Erschließungsmaßnahme ist laut Kellner für den Sommer geplant, anschließend soll gebaut werden. Der Bauvoranfrage für das Mehrfamilienhaus erteilte man einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

Kellner und Detsch verrieten interessante Details zu dem Mehrfamilienhaus mit Penthouse , Tiefgarage und mehreren Garagen. Es befindet sich am tiefsten Punkt des geplanten Neubaugebietes. Die Größe der Wohnungen schwankt zwischen 60 und 120 Quadratmetern. Die Zahl der Stellplätze bezifferte Kellner auf 18. Eine Gasheizung oder eine Luftwärmepumpe sollen für Wärme sorgen. Kellner schwebt vor, eine Bauherrengemeinschaft zu gründen. Ein Teil der Wohnungen soll an die Bauherren gehen, der Rest als Eigentumswohnungen verkauft werden. Kellner teilte mit, dass die Hälfte der Wohnungen bereits reserviert sei. Auf den neun anderen Parzellen des Neubaugebietes können Einzel- und Doppelhäuser errichtet werden.

Therapiezentrum mit Pferden

Im Altenkunstadter Ortsteil Maineck fühlen sich Weideschweine, Dammwild und Pferde wohl. Nun könnte eine weitere Attraktion hinzukommen, die mit Tieren zu tun hat. Stephanie Limmer möchte ein Therapiezentrum für zehn Pferde mit Reitplatz, Koppel und Stall errichten. Da sich der Standort im Außenbereich befindet und keine Privilegierung als Landwirtin besteht, kann die Baumaßnahme nur über die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit Änderung des Flächennutzungsplanes erfolgen. Der Ausschuss erteilte sein Einvernehmen und empfahl dem Gemeinderat ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Die Kosten sind von der Antragstellerin zu tragen.

Das Mühlrad klappert zwar wieder am rauschenden Bach, doch nicht für jeden ist die Baumaßnahme der Gemeinde auch ein Blickfang geworden. Gunter Czepera ( CSU ) bezeichnete das Fundament als "Betonklotz", an dem sein Fraktionskollege Frank Manzer den historischen Charakter vermisste. Hans-Werner Schuster ( CSU ) regte an, gemeinsam mit dem Eigentümer der Neumühle, Stefan Linz aus Bad Staffelstein, der die Turbine überdachen möchte, eine gemeinsame Lösung zu finden. Czepera schlug eine Holzverkleidung des Fundamentes vor. Der Bürgermeister zeigte sich offen für eine Verschönerung und bat um entsprechende Vorschläge.

Stephanie Dittrich machte darauf aufmerksam, dass der Wartungssteg ungesichert sei. Er lade Kinder zum Klettern ein. Hümmer versicherte, sich darum zu kümmern. Der Keltenspielplatz "Spielwinix" ist zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus nah und fern geworden. Mit negativen Folgen, von denen Zweiter Bürgermeister Marco Weidner von der Jungen Wähler Union (JWU) ein Lied zu singen wusste: "Hunde streunen nicht angeleint über das Areal und hinterlassen so manch übelriechendes Malheur. Lagerfeuer werden geschürt und auch die Kordigastquelle versiegt immer mehr." Seine Forderung: Für den Abenteuerspielplatz sollte ein Nutzungskonzept erstellt werden, in dem auch Wasserversorgung und Brandschutz mit berücksichtigt werden. Der Bürgermeister zeigte sich offen für den Vorschlag.

Neuer Platz für den Storchenhorst

Auf Anfrage von Hans-Werner Schuster ( CSU ) teilte Hümmer mit, dass das Storchennest auf der Grundschule, die derzeit generalsaniert wird, eingelagert worden war.

Da sich auf dem Schulgebäude Meister Adebar nicht dauerhaft angesiedelt hätte, votierte der Bürgermeister für einen neuen Standort. Für geeignet hielt er das Hochhaus in der Woffendorfer Straße. Dort steht noch der alte Mobilfunkmast, der sich im Besitz der Deutschen Telekom Technik befindet. Er ist komplett abgeschaltet. Abgebaut wird er noch lange nicht. "Es fand keine Kündigung des bis 2027 laufenden Mietvertrages statt", teilte der Bürgermeister nach einem Gespräch mit der Telekom mit. stö