Am 5. März wäre Theo Raab († 2003) 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erinnert der CSU-Ortsverband an eine Persönlichkeit, die nicht nur die Partei in Hochstadt geprägt, sondern auch das kommunalpolitische Geschehen im Ort jahrzehntelang maßgeblich mitgestaltet hat, wie es Ortsvorsitzende Stefanie Kaiser zusammenfasst.

Insgesamt 30 Jahre war Theo Raab Mitglied in der Vorstandschaft der CSU ; davon 26 Jahre als Ortsvorsitzender aktiv und treibende Kraft des parteipolitischen Geschehens; war Weggefährte von Altlandrat Reinhard Leutner und dem damaligen Lichtenfelser Landtagsabgeordneten Walter Grossmann († 2007). Nach zwölf Jahren als Gemeinderat gelang ihm 1978 der Sprung in den Chefsessel im Rathaus, von wo er 20 Jahre lang als ehrenamtlicher Bürgermeister der Bevölkerung diente. Sein Denken und Handeln galt in all diesen Jahren seiner Heimat Hochstadt und als langjähriger Kreisrat und Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion auch dem Landkreis.

Gebietsreform war große Aufgabe

In Raabs Zeit als Bürgermeister fiel die Gemeindegebietsreform , wodurch die Gemeinde nicht nur in ihrer Fläche, sondern auch in der Bevölkerungszahl schlagartig gewachsen war. Das neu entstandene Gebilde musste erstmal zusammenwachsen. Das war für die Verwaltung und für ihren Amtsleiter eine große Aufgabe. Nicht nur dies meisterte Theo Raab . Mit viel kommunalpolitischem Geschick gelang ihm zusammen mit seinem damaligen Amtskollegen aus Marktzeuln, Josef Stark, im Jahr 1980 die Herauslösung der beiden Gemeinden aus der Verwaltungsgemeinschaft mit Redwitz und Marktgraitz. Dadurch konnte eine leistungsfähige und bürgernahe Verwaltung entstehen: die Verwaltungsgemeinschaft Hochstadt-Marktzeuln.

Für Akzeptanz der Klinik eingetreten

Große Bemühungen steckte Theo Raab gemeinsam mit dem damaligen Pfarrer Haymann in die Aufklärung hinsichtlich der Suchtpatienten der Bezirksklinik, sodass diese Einrichtung von der Gemeindebevölkerung allmählich immer besser akzeptiert wurde. 1986 konnte Theo Raab die Katzogelhalle einweihen. Er war Träger des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Für seine Verdienste ernannte ihn sein Nachfolger Thomas Kneipp 2002 zum Ehrenbürger der Gemeinde Hochstadt . Ein Jahr später starb Theo Raab nach schwerer Krankheit. red