Nach einem Antrag der Fraktion "Die Grünen" verdeutlichten die Mitglieder des Stadtrates, dass sie letztlich alle ein Herz für ihre Umwelt haben. Deshalb wird sich ein spezielles Gremium aus ihrer Mitte dieser Anliegen annehmen und eruieren, inwieweit "grüne Dächer" und weniger versiegelte Stellflächen innerhalb der Stadt umgesetzt oder in einer Freiflächengestaltungssatzung konkretisiert werden können.

Zu Beginn der öffentlichen Beratungen gab Bürgermeisterin Christine Frieß ( CSU ) bekannt, dass zum 1. September Moritz Müller, Mainroth , als neuer Auszubildender in der Rathausverwaltung eingestellt werde.

Der Haushaltplan für 2020/21 war der Rechtsaufsichtsbehörde vorgelegt worden und die Bürgermeisterin ging auf die Stellungnahme des Landratsamtes ein. Es wurde darauf hingewiesen, dass aufgrund der beträchtlichen Investitionen auch die Neuverschuldung der Stadt zunehmen werde und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Städte liege. Deshalb wären alle Einsparungsmöglichkeiten und Einnahmequellen kritisch zu prüfen, und bei den Eigenbetrieben sollte es das Bestreben sein, Kostendeckung zu erreichen. Dies nahmen die Mitglieder des Stadtrates zur Kenntnis, wobei Bürgermeisterin Frieß noch anmerkte, dass nur diejenigen Maßnahmen in die Investitionsplanungen aufgenommen wurden, die zwingend erforderlich sind. Die Haushaltsunterlagen werden jetzt im Rathaus öffentlich ausgelegt.

Rund 22 500 Euro an Reparaturkosten hatte in den letzten Jahren der städtische Bagger verursacht. Nachdem sich jetzt weitere Schäden bei der Hydraulik , der Lenkung und dem Motor einstellten, stand eine Ersatzbeschaffung zur Diskussion. Obwohl dies Kosten von rund 130 000 Euro erfordern wird, bestand dennoch Einigkeit im Stadtrat für die Neuanschaffung eines Baggers .

Gute Erfahrungen anderswo

Breiten Raum nahmen anschließend die Anträge der Grünen ein, wobei es um unbebaute Flächen und Dachbegrünungen ging. Von der Antragstellerin Bernarda Calles wurde auf gute Erfahrungen in anderen Städten verwiesen. Ulrike Dinglreiter (Bürgerverein) sah insgesamt gute Ansätze, etwas für die Umwelt und den Klimaschutz zu tun. Nicht alles sollte gleich gesetzlich reglementiert werden, kritisierte Günter Knorr ( CSU ), denn schließlich lebe man ja nicht in Großstädten , die als Vergleich herangezogen wurden, sondern in einem ländlichen Raum. Viel lieber wäre es ihm, wenn dieses Thema vor allem mit Überzeugung angegangen werden könnte. Zweite Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfgingen (FW) unterbreitete den Vorschlag, einen Ausschuss aus der Mitte des Stadtrates zu benennen, dessen Auftrag es sei, Leitlinien mit der Verwaltung zu erarbeiten. Dies sagte auch Bürgermeisterin Christine Frieß zu, wobei dieses Gremium nicht nur auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes tätig sein könne, sondern zugleich Fördermöglichkeiten abklären solle. Eine vom Stadtumbaumanagement mit der Stadtverwaltung erarbeitete "Gestaltungsfibel" befürworteten die Ratsmitglieder.

Nochmalige Beratungen hinsichtlich des neuen Feuerwehrhauses Theisau hatten mit allen Fraktionen, der Verwaltung, Fachleuten und der Ortswehr stattgefunden, worauf die Bürgermeisterin verwies. Sowohl ein Massivbau mit einem großen Dorfgemeinschaftsraum wie auch eine kleinere feuerwehrtechnische Alternative mit Lehr- und Unterrichtsraum standen dabei zur Diskussion. Die Verwaltung wurde beauftragt, Vergleichsangebote und Kostenberechnungen einzuholen.

Zwei Auftragsvergaben

Bei der Vergabe von Bauleistungen für die Kanalsanierung der Hainweiherer Straße erwiesen sich die Firma Mühlherr Bau GmbH, Sonneberg mit 342 000 Euro und bei der Sanierung der Wasserleitung und des Kanals im Bereich Horlache in Mainroth die Firma Dechant Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Weismain, mit 1,1 Millionen Euro als die wirtschaftlichsten Angebote, wobei die Auftragserteilungen nach der Genehmigung des städtischen Haushaltes 2021 erfolgen.