Bad Staffelstein — Bauamtsleiter Michael Hess informierte den Stadtrat auf Antrag der CSU-Fraktion über die Chancen eines kommunalen Flächenmanagements. Stadträtin Rosi Jörig (CSU) hatte zuvor das Ziel umrissen: "Wir wollen lebendige Ortskerne erhalten und fördern, dem Leerstandsrisiko entgegenwirken und Grundstücks- und Hausbesitzern Möglichkeiten aufzeigen."
Michael Hess erläuterte, wie das geschehen könnte. Infrage kommende Bau- und Brachflächen würden zunächst erfasst und in ein Kataster aufgenommen. Es gelte, den Bedarf an Bauplätzen für Wohnhäuser zu ermitteln. Mit den Eigentümern der Flächen werde gesprochen, um ihre Verkaufsbereitschaft zu ermitteln. Sie würden von der Stadt beraten, aber nicht bedrängt. Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich (CSU): "Das alles wird im Dialog mit den Bürgern geschehen, ohne Druck."
Die demographische Entwicklung in den nächsten 30 Jahren sei alarmierend, so Hess weiter. Demnach werde die Einwohnerzahl des Landkreises um etwa 7,5 Prozent schrumpfen; es werde prognostiziert, dass der Kreis dann rund 5300 Einwohner weniger habe. In Bad Staffelstein sei man bezüglich des Flächenrecyclings bereits auf einem guten Weg. Michael Hess nannte drei zukunftsfähige Wohnanlagen, die teils im Rohbau stehen, teils geplant sind: den Wohnpark Schorr, das Projekt "In der Heimat wohnen" sowie die Sonnensiedlung auf dem Areal der Gärtnerei Bieber. ME