Das Stadtradeln 2016 im Rahmen der Klimaschutzaktion führte Lautertal zum Sieg. Die Lautertaler strampelten die meisten Kilometer unter den teilnehmenden Gemeinden ab. "Das Engagement vieler brachte schließlich heuer die Gemeinde an die Spitze", sagte Vorsitzender Björn Friedrich anlässlich der Hauptversammlung der Überparteilichen Wählergemeinschaft (ÜPW) Lautertal im Gasthaus "Zur Schnepfe".
Drei Wochen lang musste geradelt und darüber Buch geführt werden. So kam Lautertal mit insgesamt 33 427 Kilometern auf Platz eins im Landkreis, gefolgt von Dörfles-Esbach mit 14 454 Kilometern. "Das Stadtradeln kommt unserem Klima zugute, sorgt für Bewegung, macht Gedanken frei, entschleunigt und schont den Geldbeutel", sagte Björn Friedrich. Tolle Leistungen hätten auch Gemeinderäte erbracht, nämlich Bernd Wicklein, Manfred Menzel, Hans Rauscher, Barbara Hölzel und Udo Bühling. Grund genug, die drei besten Kilometerleistungen im Team Überparteiliche Radelgemeinschaft Lautertal (insgesamt 24 106 Kilometer) mit einer Aufmerksamkeit zu bedenken. Das Team Sonnenschein Plus, ebenfalls aus Lautertal kam auf 9321 Kilometer.
Den ersten Platz errang Isabell Sommer mit 1014 Kilometern, das sind rund 50 Kilometer pro Aktionstag. Auf den 2. Platz kam Bernd Wicklein (809 Kilometer), gefolgt von Isabella Fischer (800 Kilometer). Zudem wurde unter allen Teilnehmern eine Verlosung "rund ums Fahrrad" angeboten.
Ansonsten verwies Vorsitzender Björn Friedrich in seinem Jahresbericht der ÜPW auf die "Zamm geht's"-Aktion auf dem Spielplatz Melm und der Beteiligung an der Reinigung der Lauter. Eine Schweigeminute legte die Versammlung für den kürzlich verstorbenen Zweiten Bürgermeister Bernd Rauschert ein, der seit 1990 dem Gemeinderat angehörte, von 1996 bis 2008 als Dritter Bürgermeister fungierte und anschließend als Vize.
ÜPW-Fraktionsführer Hans Rauscher ging ausführlich auf das Geschehen im Gemeinderat ein. Nach wie vor ist die ÜPW der Meinung, dass ein Verfüllen des Teiches in Rottenbach mangels ungewissem Wasserzulauf sinnvoller gewesen wäre, obwohl der Gemeinderat schließlich anders beschlossen habe. Derzeit halten sich 40 Asylbewerber in der Gemeinde auf, wobei schon viele anerkannt sind. Insgesamt bezeichnete Rauscher die Arbeit im Gemeinderat als sehr konstruktiv.
Zur Kreistagspolitik nahm der Dörfles-Esbacher Bürgermeister Udo Döhler Stellung. Es werde fraktionsübergreifend gearbeitet, wenn es um die Sache geht, meinte er. Die Unabhängigen Landkreisbürger (ULB) seien im Kreistag angekommen. Döhler, der einige Investitionsmaßnahmen streifte, meinte, dass die freiwilligen Leistungen aufgrund der Haushaltslage und der zunehmenden Verschuldung einzuschränken seien. Allein für die soziale Sicherung werde ein Drittel des Haushaltes, 27 Millionen Euro, ausgegeben. dav