"Die Situation ist momentan ernst genug, da ist es schön, wenn man ab und zu lachen kann." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Markus Grüner (CSU) die Gäste im ausverkauften Saal der Begegnungsstätte St. Elisabeth in Obertrubach.

Und wer wäre als Anlass zum Lachen geeigneter, als der Urvater der deutschen Comedy, Heinz Erhardt. Der Fränkische Theatersommer der Landesbühne Oberfranken hatte eingeladen zum Musikkabarettstück "Ein Nasshorn und ein Trockenhorn" mit Texten, Liedern und Kompositionen von Heinz Erhardt.

Ausgehungerte Gäste

Und viele, nach den Corona bedingten Einschränkungen kulturell etwas ausgehungerte Gäste aus der näheren Umgebung waren der Einladung gefolgt.

Christoph Ackermann, gebürtiger Nürnberger und seit 2018 im Ensemble der Landesbühne Oberfranken unterwegs, präsentierte Erhardts Leben und seine Werke von seiner Geburt in Riga bis zu seinem Tod in Hamburg-Weelingsbüttel mit viel Esprit und vollem Körpereinsatz. Er spielte, tanzte und sang zeitgenössische Stücke von und mit Heinz Erhardt und vergaß dabei euch nicht, das Publikum mit einzubinden.

Der Gute in seinem Blute

So durften die Gäste den Refrain der Zehn Pfennig Oper "Nun liegt er da der Gute, und schwimmt in seinem Blute" mitsingen. Natürlich kamen auch Erhardts sprachakrobatische Gedichte voller Doppeldeutigkeiten, Hinter- und Blödsinn nicht zu kurz. Ganz anders als bei der heute üblichen Brachialcomedy musste das Publikum oft zweimal nachdenken, bevor es den Wortwitz verstand um dann umso herzlicher zu lachen. Ein "vorher aufgezeichnetes" Live Interview mit Originalantworten von Heinz Erhardt bildete den krönenden Abschluss eines unterhaltsamen Abends.

Über weitere Vorstellungen des Fränkischen Theatersommers informiert das Netz unter findet man unter www.theatersommer.de/spielplan red