"Glück" wäre das Motto des Kulturfestivals "hin & herzo" gewesen, dass vom 25. bis 27. September in Herzogenaurach stattfinden sollte. Da man sich auf das Glück alleine derzeit jedoch leider nicht gänzlich verlassen könne, habe die Stadt Herzogenaurach nun - nach intensivem Ringen und vielen Überlegungen zu Alternativformaten und Anpassungen - entschieden, das Programm des diesjährigen Festivals auf das kommende Jahr (24. bis 26. September 2021) zu verschieben, teilt das Amt für Stadtmarketing und Kultur mit.

Gemäß der aktuell geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung von (Groß-/Kultur-)Veranstaltungen sehe man eine komplette Verschiebung von "hin & herzo" als sinnvollste Lösung an. Das Festival lebe von der großen Bandbreite des Programms im Innen- und Außenbereich, den ungewöhnlichen Spielorten, gemeinsamen Kultur-Entdeckungen für die ganze Familie, Freunde und Bekannte ... all das sei unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nur sehr eingeschränkt umsetzbar.

Zum heutigen Zeitpunkt könne über die Ende September 2020 geltenden Auflagen für die Durchführung von Groß-/Kulturveranstaltungen zum Schutz vor Corona nur spekuliert werden. Dies mache eine seriöse Planung des Festivals schlichtweg nicht möglich.

Selbst wenn alle Hygieneregelungen bis dahin aufgehoben werden sollten, der vorgeschriebene Abstand von 1,5 Metern aber bleiben sollte, wäre zum Beispiel eine Veranstaltung in geschlossenen Räumen in Herzogenaurach mit mehr als rund 80 Besuchern nicht realisierbar. Ebenso wenig könnte der beliebte "hin & herzo-Kulturpavillon" sinnvoll und annähernd wirtschaftlich betrieben werden, der "hin & herzo-Entdeckungsraum" müsste auf die charakteristischen Hinterhöfe in der Hauptstraße weitgehend verzichten.

Ergänzung zu Kino und Theater

Es ist ein Sommer der Alternativen - auch in Herzogenaurach, heißt es in der Pressemitteilung. Viele Bürger würden voraussichtlich mehr Zeit in den Ferien in Herzogenaurach verbringen. Auch mit mehr Besuchern aus ganz Deutschland könne man in der Region rechnen. Das Amt für Stadtmarketing und Kultur plant daher in den Sommerwochen kulturelle Einzelveranstaltungen im Freien anzubieten, die das am 2. Juli startende Open-Air-Kino und den Herzogenauracher Theatersommer am zweiten Augustwochenende (7. und 8. August) ergänzen und bei hoffentlich passendem Wetter, Flair, Kultur und Unterhaltung in die Stadt bringen werden. Das "Sommerprogramm 2020" sei bereits in Planung, und fest stehe, dass es vielfältig, spartenübergreifend und überraschend wird. Gleichzeitig werde auf die Sicherheit der Gäste größten Wert gelegt werden. Sobald das Sommerprogramm fertig ist, wird es unter anderem auf www.herzogenaurach.de/herzosommer veröffentlicht.

Die Stadt Herzogenaurach bittet um Verständnis für die Verschiebung des Festivals, sie ist aber, wie Bürgermeister German Hacker (SPD) es formulierte, die "derzeit einzig richtige Entscheidung mit einer sinnvollen, innovativen und spannenden Alternative für die kommenden Sommermonate in unserer Stadt". red