Der Mais ist heuer richtig gut gewachsen. Optimale Grundlage für "Ein Korb im Mais" bei der Korbstadt Lichtenfels. An der Autobahnausfahrt Lichtenfels Nord eröffnete letzten Samstag inmitten des "Gottesgartens" zwischen der Basilika Vierzehnheiligen und Kloster Banz im Ortsteil Kösten wieder ein Maislabyrinth. Gäste können ohne feste Öffnungszeiten kommen.

Erste Besucherin war die Lichtenfelser Korbstadtkönigin Alicia Vetter. Sie ist begeistert über dieses natürliche Freizeiterlebnis in ihrer Heimatstadt. Natürlich probierte sie das Maislabyrinth selbst aus. Und fand auch wieder heraus.

2018 startete Marco Wagner, Landwirt aus dem Küpser Ortsteil Weides, im Lichtenfelser Stadtteil Kösten das Maislabyrinth "14 Heiligen im Mais". Das Labyrinth hatte damals die Struktur der Basilika. Es war ein voller Erfolg. Aus ganz Oberfranken kamen die Besucher. Im vergangenen Jahr zeigte sich, dass die Trockenheit immer mehr zum Problem unserer heimischen Landwirtschaft wird. Der Mais wurde nur einen Meter hoch - und blieb damit mehr als überschaubar. Nichts für ein richtiges Labyrinth. "Heuer hat es Gott sei dank so viel geregnet, dass der Mais gedeihen kann", ist Marco Wagner ziemlich erleichtert.

Fest mit Lichtenfels verbunden ist die Korbflechterei und so wurde heuer das Maislabyrinth als riesiger Korb gestaltet. Landwirte suchen immer auch nach Einkommensalternativen, aber mit diesem Projekt geht es dem Landwirt und seinen Mitstreitern um mehr. Wenn man wie die Wagners selbst Kinder hat, ist schnell eine Verbindung von Natur und Freizeitspaß gefunden. Ein Sandhaufen mit Spielzeug vor dem Maisfeld sorgt gerade für die Kleineren für Spaß. Die Strohhüpfburg fällt größer als beim letzten Mal aus.

Erstmals gibt es an den Wochenenden auch eine Bewirtschaftung. "Die Flammerei", von vielen Festen wie dem Lichtenfelser Schützenfest bekannt, wird ab dem Beginn der Sommerferien am 24. Juli am Maislabyrinth stehen und Bratwürste und Steaks, "Chicken mit Pommes" und noch mehr anbieten. Freitags wird diese dann immer ab 16 Uhr vor Ort sein, am Samstag ab 14 Uhr und am Sonntag bereits ab 11.30 Uhr. Das Ende richtet sich jeweils nach dem Betrieb auf dem Gelände. Natürlich können auch Speisen mitgenommen werden.

Damit das Labyrinth für den Nachwuchs noch einen weiteren Reiz hat, gibt es am Eingang Stempelkärtchen, die an vier zu findenden Stationen im Maisgeld abgestempelt werden können. Diese können am Eingang mit dem Absender versehen eingeworfen werden. Am Ende der Saison werden aus diesen Karten drei Gewinner gezogen.

Dies gab es schon beim ersten Maislabyrinth. Nachdem letztes Jahr alles ausfiel, wurden jetzt vor Beginn von Korbstadtkönigin Alicia Vetter die Gewinner des ersten Labyrinths im Jahr 2018 gezogen. Hauptgewinner eines Hoverboards ist Ella Schrenker aus Bad Staffelstein. Den zweiten Preis, eine Schaukel, gewinnt Luisa Lorenz aus Nordhalben. Ein Gutschein über 50 Euro von der Spielkiste Burgkunstadt geht an Yvonne Leikeim in Marktzeuln. Preisübergabe ist am Sonntag, 26. Juli, um 14 Uhr.

Die Kasse für das Maislabyrinth funktioniert auf Vertrauensbasis. Für Erwachsene kostet der Eintritt drei Euro, für Kinder ab vier Jahre zwei Euro, für Gruppen ab 15 Personen gibt es jeweils 50 Cent Rabatt. Mehr unter www.maislabyrinthlichtenfels.de. rg