Das Jugendparlament (JuPa) der Stadt Kronach traf sich zur konstituierenden Sitzung im Kronacher Rathaus. Neben den geheimen Wahlen der Vorstandschaft fassten die Jugendlichen auch einen einstimmigen Beschluss zur Geschäftsordnung für das JuPa.

Im Oktober vergangenen Jahres haben 42 Jugendliche ihr Wahlrecht genutzt und sechs Jugendliche ins Jugendparlament gewählt. Es sind Vincent Andrä, André Emmert, Isabell Freudenberg, Mia Aline Hanft, Nora Waglau und Sara Hasenbank. Diese wählten in der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte die Vorstandschaft. Es wurde in geheimer Wahl, unter Wahlleitung von Stadtrat Markus Oesterlein (Jugendbeauftragter des Stadtrates Kronach) gewählt: Erster Vorsitzender André Emmert (17 Jahre aus Gehülz, geht in die Fachoberschule Kulmbach), Zweite Vorsitzende Isabell Freudenberg (17) wohnt in der Siedlung Kronach und besucht die Fachoberschule Kulmbach), Schriftführerin Mia Aline Hanft (15) aus Seelach besucht das Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach ebenso wie der Kassier des Jugendparlaments, Vincent Andrä (16).

Bürgermeisterin Angela Hofmann gratulierte den gewählten Vorstandsmitgliedern und dankte für ihre Bereitschaft, im JuPa der Stadt Kronach auch Verantwortung zu übernehmen. Aus der Satzung (sie wurde von der Stadt Kronach erlassen) geht hervor, dass die zwei Vorsitzenden, nach Absprache untereinander, für je eine halbe Amtszeit (die Amtszeit beträgt zwei Jahre), also je ein Jahr, den Vorsitz oder den stellvertretenden Vorsitz des Jugendparlaments wahrnehmen.

Zweck des JuPa ist es, die Interessen der Jugend in der Stadt Kronach zu vertreten und den Stadtrat und die Stadtverwaltung bei Angelegenheiten, die Jugendliche betreffen, zu unterstützen. Vorhandene Strukturen der Jugendarbeit sollen vernetzt werden.

Weiter heißt es in der Satzung zu Aufgaben und Rechten des Gremiums: "Das JuPa hat die Aufgabe, die Interessen der Jugend in der Stadt Kronach zu vertreten, hierfür eine Meinungsbildung nach demokratischen Regeln vorzunehmen und umzusetzen. Das JuPa unterstützt den Stadtrat, seine Ausschüsse und die Stadtverwaltung in Fragen, die die Jugendlichen in Kronach betreffen und die in den Wirkungskreis der Stadt Kronach fallen. Empfehlungen und Anträge des JuPa sind innerhalb einer Frist von drei Monaten zu behandeln."

In der konstituierenden Sitzung stellten sich die sechs Vorständebewerber persönlich vor und bekundeten ihr großes Interesse an der Stadtentwicklung. Die entsprechenden Wahlunterlagen wurden von Abteilungsleiter Jörg Schnappauf (Bildung, Soziales und Ehrenamt) minutiös vorbereitet. Er hatte auch die Satzung und die Geschäftsordnung ausgearbeitet, die vom Gremium einstimmiges Votum erhielt.

Anregungen für den Busverkehr

In der Sitzung wurden von den Jugendlichen Anregungen und Verbesserungen für das Mobilitätskonzept bezüglich der Busfahrpläne, für die Beleuchtung auf dem Landesgartenschaupark, die Einführung einer sog. Taschengeldbörse sowie die Sanierung und Aufwertung des Kronacher Stadtgrabens mit Spielplatz vorgetragen. Bürgermeisterin Angela Hofmann sagte die Prüfung und Weiterleitung an den Stadtrat zur Beratung und Behandlung zu. eh