Die Anpassung der Wassergebühren des Marktes Pressig war zur Kostendeckung laut Bürgermeister Stefan Heinlein ( CSU ) und Geschäftsleiter Antonio Sauchella nicht mehr vermeidbar. Dies unterstrich Steuerberater Andreas Leffer von der WRS Leffer Steuerberatungsgesellschaft aus Memmelsdorf bei der Marktgemeinderatssitzung am Dienstag.

Leffer ging ausführlich auf die Gebührenkalkulation für den Zeitraum 2019 und 2020 ein. In diesen Jahren entstanden Defizite von 79 305 Euro (2019) und 67 590 Euro (2020) für die Wasserversorgung und Minusergebnisse von 92 849 Euro (2019) und 46 346 Euro (2020) für die Abwasserbeseitigung .

Erhöhung einstimmig beschlossen

Für die Kalkulationswerte für den Zeitraum 2021 bis 2023 wird von einem Wasserverbrauch von 170 000 Kubikmetern ausgegangen. Dies wirkt sich auf die Kalkulation der Wassergebühr mit einer notwendigen Erhöhung um 0,47 Euro pro Kubikmeter und mit einer Erhöhung auf die Kanalgebühr um 0,35 Euro pro Kubikmeter aus.

Nach einigen Diskussionsbeiträgen wurde einstimmig der Beschluss gefasst, im Sinne der Kostendeckung die Erhöhung ab 1. Juli wie folgt festzusetzen: Erhöhung der Wasserverbrauchsgebühren um 0,47 Euro pro Kubikmeter, das bedeutet eine Gesamtgebühr von 1,97 Euro pro Kubikmeter für Trinkwasser im Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2023 und für die Kanalgebühr eine Erhöhung um 0,35 Euro, was einer Abwassergebühr von 2,85 Euro pro Kubikmeter für den Zeitraum ab 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2023 entspricht. Die entsprechenden Änderungssatzungen wurden erlassen. Dabei betonte der Bürgermeister, dass in dieser Kalkulation bereits circa 642 000 Euro Investitionssumme für die anstehende Wasserleitungssanierung nach Eila, die in Kürze beginnen werde, mit enthalten seien. Somit kämen keine weiteren Belastungen auf die Bürger zu.

„Hohe Trinkwasserqualität“

Der Bürgermeister machte auch klar, dass der Bürger eine hohe Trinkwasserqualität erhalte und der Markt Pressig ein intaktes Leitungsnetz von circa 40 Kilometern Wasserleitung in zehn Ortsteilen mit enormen Höhenunterschieden mit hochwertiger Aufbereitungstechnik und circa 38 Kilometer Mischwasserkanäle, ebenfalls in zehn Ortsteilen mit enormen Höhenunterschieden, mit umfangreicher moderner Technik in der Kläranlage bereitstelle. Dennoch sei der Markt Pressig ständig bemüht, Kosten zu minimieren, und könne mit dem gewählten Kalkulationszeitraum von zwei Jahren relativ schnell auf veränderte Situationen eingehen. eh