Dumpf klingen die Trommeln durch die beginnende Nacht. Schemenhaft tauchen Gestalten im leichten Regen auf. Angeführt vom Husaren und den drei Ulanen in ihren prächtigen Paradeuniformen, gefolgt vom Tambourzug und vom Musikverein Wallenfels , der nun zum Aufmarsch den „York’schen Marsch“ spielt, nähert sich der Paradezug dem Festgelände beim Flößerhaus. Marine, Hauptmann, die Fahnen sowie die Kreis- und Bezirksstandarten mit stellvertretendem BKV-Präsidenten und Bezirks- und Kreisvorsitzendem Gottfried Betz mit seinem Kreisvorstand folgen. Pioniere und Infanterie bildeten den Abschluss. Begleitet wurde die Parade von den Fackelträgern der Feuerwehren aus Schnaid und Geuser. Die Feuerwehr Wallenfels sicherte den Weg. Die 100 Mann starke Ehrenkompanie wurde angeführt von Hauptmann Christopher Zeuß und bezog Stellung auf der „Floßlände“.

Nach der Meldung an den Schirmherrn, Bürgermeister Jens Korn , schritt dieser zusammen mit Hauptmann Christopher Zeuß die Front der Kompaniesoldaten ab. Seine Lieder für die anschließende Serenade hatte er selbst ausgesucht, „Eine feste Burg ist unser Gott“, der „Coburger Marsch“ und „Don’t stop me now“ wurden vom Musikverein Wallenfels unter der Leitung von Andreas Pratsch mit Bravour dargeboten. Nach der Serenade gab Hauptmann Christopher Zeuß die Kommandos zum „Großen Zapfenstreich “.

Seine Stimme schallte über den Platz, die Trommelsignale hallten durch die Abenddämmerung und vereinigten sich zum „Zapfenstreichmarsch“, dem die Fanfarenrufe folgten. Mit dem Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ forderte der Hauptmann zum musikalischen Gebet auf, dem nach dem „Helm auf“ die Präsentation der Gewehre folgte.

Das Gebet ist eine Aufforderung zu Frieden und Toleranz, was gerade in der heutigen Zeit nicht vergessen werden sollte. Haltung und Disziplin waren gefragt bei der deutschen Nationalhymne, anschließend beschlossen die Abmeldung und der Ausmarsch das Zeremoniell.

Den Großen Zapfenstreich zu zelebrieren ist eine große Ehre. Zuletzt wurde er zur Verabschiedung von Altbürgermeister Peter Hänel am 3. Mai 2014 durchgeführt. Auch beim 140-jährigen Bestehen im Jahr 2010 führte man ihn zu Ehren des Vereins durch.

Ehrungen und Verabschiedung

Über 55 Jahre marschiert Bruno Hahn schon bei der Ehrenkompanie in seiner bayerischen Uniform mit. Nun wurde er beim Zapfenstreich feierlich von Hauptmann Christopher Zeuß und seinen Kameraden verabschiedet. Mit einer Ehrenurkunde, deren Bild ihn in Uniform beim Marschieren zeigte, wurde ihm für seine besonderen Verdienste für die Soldatenkameradschaft Wallenfels und sein aktives Mitwirken vor allem bei Fronleichnam und dem Flurumgang über 50 Jahre lang gedankt. Eine weitere Urkunde übergab Hauptmann Zeuß an Bürgermeister Jens Korn , der als Schirmherr das 150-jährige Bestehen der Soldatenkameradschaft Wallenfels begleitete.

Ein Dankeschön in Form eines Blumenstraußes erhielten außerdem Pater Jan Poja, die Schriftführerin der SK Wallenfels Evi Stumpf, Kassierin Heidi Hader und Susanne Deuerling für die Pressearbeit.

Allen Helfern und Helferinnen, ohne die das Fest die ganzen Tage über nicht durchführbar wäre, dankte Christopher Zeuß im Namen der Soldatenkameradschaft recht herzlich.