Kronach  —  Der Johann-Kaspar-Zeuß-Preis bringt für die Empfänger keine Reichtümer. Sie erhalten 150 Euro und natürlich eine Auszeichnung. Fünf Preisträger gab es auch in diesem Jahr, vier davon waren im Zeughaussaal auf der Festung Rosenberg dabei und nahmen den Preis in Empfang. Anschließend haben sie sich im Goldenen Buch der Stadt verewigt.

Bürgermeisterin Angela Hofmann ( CSU ) forderte sie auf, in wenigen Sätzen das zu erklären, wofür sie sehr lange und intensiv gearbeitet haben, nämlich ihre Bachelor- und Masterarbeiten . Die tragen sperrige Titel, die sich wohl nur wenige merken können und die man ganz schnell wieder vergisst. Was aber in Erinnerung bleibt, ist das Ergebnis ihrer Arbeiten. Die Bürgermeisterin erklärte, dass dieser wissenschaftliche Förderpreis an Menschen gehe, die einen ganz besonderen Bezug zur Stadt Kronach hätten. Mit dem Preis wolle man unter anderem die berufliche, fachliche und akademische Bildung sichern, die wiederum für Wohlstand und Wohlergehen stünde.

Harry Weiß, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kulmbach-Kronach, die die Auszeichnung finanziert, fand ebenfalls Worte für die Hochschulabsolventen. Man wolle nämlich die Wirtschaft in der Region fördern und damit auch Menschen begleiten und sie auszeichnen. Er versicherte, dass der materielle Preis nicht im Vordergrund stehe, sondern die Ehrung an sich. Die Entwicklung einer Region sei schließlich abhängig von den Menschen.

Florian Bätz aus Rödental war der erste Preisträger , der ans Mikrofon trat. Er hatte seine Bachelorarbeit über den Spitalcampus geschrieben. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, warum Gesellschaften immer mehr auseinanderdriften. Sein Entwicklungskonzept habe zum Ziel, Menschen wieder näher zusammenzubringen.

Hanna Beierwaltes beeindruckt mit einer Masterarbeit über eine empirische Analyse. Sie beschäftigte sich mit den zentralen Elementen eines Onlineshops, der kundenzentrierter werden soll. Das brachte ihr nicht nur Anerkennung, sondern tatsächlich auch einen Job bei Baur ein.

Julia Molketeller arbeitete in ihrer Bachelorarbeit die Entwicklung eines Marketingkonzeptes aus, das sich mit dem Studiengang des autonomen Fahrens beschäftigte. Sie fand es spannend, meinte sie, wie die unterschiedlichen Parteien zusammenarbeiten.

Sophie Zeuss schließlich beschäftigte sich bei ihrer Masterarbeit mit Influencer-Marketing, genauer mit der deutschen Influencerin Ischtar Isik, die für Fashon und Lifestyle stehe und rund 1,5 Millionen Follower habe.

Bei der Preisverleihung nicht anwesend war Felicitas Weber.